Biker aus dem Ebbedorf unterwegs im Nationalpark

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In der malerischen Jugendherberge Burg Blankenheim übernachteten die Teilnehmer der Motoradtour. Links im Bild d Organisator Jürgen Jursch. ▪

VALBERT ▪ Eine spannende mehrtägige Motorradtour wurde kürzlich von Valbert aus gestartet. Wie seit vielen Jahren organisierte Jürgen Jursch eine Ausfahrt für ehemalige Fahrschüler, Freunde und Bekannte. Rund 20 Fahrerinnen und Fahrer hatten sich eingefunden, um sich das ganze Wochenende der Kurvenhatz zu widmen.

Viele der Teilnehmer kannten sich bereits von früheren Touren, aber auch neue Bekanntschaften wurden geschlossen. Die Altersspanne der Teilnehmer reichte von 20 bis über 50 Jahre. Die meisten Biker kamen aus Valbert und Meinerzhagen, aber auch von weiter her wie aus dem Kreis Olpe oder Remscheid.

Das diesjährige Ziel war der Nationalpark Eifel. Über kleine kurvenreiche Straßen ging es quer durch den Westerwald über Neuwied am Rhein entlang bis nach Koblenz. In einem Bikerrestaurant neben dem schönen Schloss Sayn im Sayntal konnten sich die Teilnehmer mit einem Mittagessen stärken. In der Nähe des Schlosses befindet sich eine bekannte Schmetterlingsfarm.

Entlang der Mosel ging es über kleine und kurvige Straßen weiter nach Bruttig-Fankel, einem eigentlich idyllischen Städtchen direkt im Moseltal. Und gerade hier passierte einem Teilnehmer ein „Grande Malheur“: der Kupplungszug an seinem Motorrad war gerissen. Da es nicht möglich war, Samstagnachmittag mitten im Moseltal einen entsprechenden Fachbetrieb zu finden, wurde das Motorrad auf einen Hotelparkplatz geschoben und dort später mit einem Anhänger nach Hause transportiert. Der Fahrer wurde kurzerhand zum Sozius und so ging es schließlich weiter. Vorbei am Kloster Engelport nach Treis-Karden und von dort über Cochem gelangte die Gruppe zum Nürburgring. Bei einer mit einem Tankstopp verbundenen Pause in der Nähe der Nordschleife hatten die Biker einen guten Blick auf die Strecke. Hier fuhren unzählige Privatwagen und Motorräder, zumeist Deutsche, aber viele auch aus dem benachbarten Ausland wie den Benelux-Ländern oder Großbritannien. In der sonst eher strukturschwachen Region ist der Nürburgring ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, was auch an den vielen Besuchern sichtbar wurde.

Weiter ging es über kurvenreiche Straßen zum Nachtquartier nach Blankenheim. In der gleichnamigen Burg befindet sich heute eine malerische gelegene Jugendherberge. Die Blankenheimer Burg wurde Anfang des 13. Jahrhunderts auf einem schmalen Bergrücken erbaut. Wie die meisten Burgen im Eifelraum ging mit der Besatzung des Rheinlands durch französische Truppen auch die teilweise Zerstörung der Burg Blankenheim einher. Kurz nach 1800 von den Franzosen auf Abbruch verkauft, blieb von der ehemals prachtvollen Grafenburg nicht mehr viel übrig. Nach dem Wiederaufbau im 17. und 18. Jahrhundert wurde auf den alten Tonnengewölben des mittelalterlichen Burgkellers ein Wohntrakt errichtet, der zunächst als Turnerheim diente und dann zur Jugendherberge wurde. 1996 wurde die Burg komplett saniert und mit einem Neubau versehen.

Nachdem die Teilnehmer ihre Zimmer bezogen und sich frisch gemacht hatten, ging es nach einer entspannenden Pause zum Abendessen in die Grillhütte der Jugendherberge. Auf dem weitläufigen, sonnigen Gelände wurden Tische und Bänke aufgebaut. Mit einem zünftigen Grillabend und Fassbier erholten sich die Biker von dem anstrengenden Tag. Der Abend war angefüllt mit Benzingesprächen, Anekdoten und Fachsimpeleien. Erst nach Mitternacht klang der Abend aus.

Der nächste Tag begann abgekühlt und mit teils wolkenverhangenem Himmel. Nach einem ausgiebigen Frühstück frisch gestärkt wurden die Betten abgezogen und die Zimmer gefegt. Erst dann konnten die Motorräder beladen und die Weiterfahrt angetreten werden. Über Monschau ging es weiter an den malerischen Rursee, wo in einem schön gelegenen Panoramarestaurant noch einmal eine ausgiebige Pause gemacht wurde. Über Köln und Gummersbach ging es dann wieder Richtung Valbert. Aber nicht, ohne einen Umweg über Dannenberg noch einmal so richtig durch die Kurven zu fahren. Erst dann trennte man sich, mittlerweile müde von dem erlebnisreichen Wochenende. Über 650 Kilometer lagen hinter den Teilnehmern.

Auch im nächsten Jahr soll wieder eine Tour angeboten werden. Aber zuvor werden sich die Teilnehmer traditionell vermutlich schon in ein paar Wochen bei einem zünftigen Grillabend wieder sehen und Erfahrungen und Fotos austauschen. ▪ uh

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