Biker möchten in Ruhe ihrem Hobby nachgehen

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Die Bretter des Turmes wurden im einstigen Abstellraum entsorgt, dessen Wände Unbekannte eingeschlagen haben.

Meinerzhagen - Der idyllische Grünstreifen in der Himmecke liegt mitten in der Stadt, zwischen Hoch- und Hauptstraße. Hinter Büschen und Bäumen verbirgt sich dort eine Attraktion, die von vielen Jugendlichen genutzt wird: Der Bikepark.

Doch die Abgeschiedenheit des Geländes war auch immer wieder ein Grund dafür, dass Vandalismusschäden zu beklagen waren. Dieser Eindruck könnte jetzt wieder entstehen, bei einem Blick auf die Fläche, wo sich einst ein Abstellraum befand.

Im Juni 2016 hatten Schüler der Gesamtschule Kierspe mit ihrem Lehrer Wolfgang Löffler den Bikepark auf dem städtischen Grundstück fertiggestellt, die Freude war groß. Doch immer wieder kam es im Park in der Folgezeit zu Sachbeschädigungen und das Gelände wurde mit Müll verunreinigt. Unbekannte tobten sich hier regelmäßig aus. Löffler weiß, dass solche „Vorkommnisse“ nur schwer zu verhindern sind. Erst am vergangenen Dienstag hat er den Bikepark wieder besucht und festgestellt: „Die Anlage ist wirklich gut zu befahren. Ich habe einige Kinder und Jugendliche gesehen, die dort mit ihren Rädern unterwegs waren. Alles ist gut.“

Marvin Gebauer, einer der Mitbegründer der Anlage, hatte allerdings bereits im Jahr 2017 festgestellt: „Der Startturm im Bikepark hat sich zum Treffpunkt von Jugendlichen entwickelt, die nichts mit dem Bikepark zu tun haben und die sich dort regelmäßig treffen, laut Musik hören, den Bikepark beschädigen und nur Müll und Chaos hinterlassen.“

Der eigentliche Parcours ist aktuell nicht in Mitleidenschaft gezogen, allerdings mussten die Hausherren vom Bikepark bereits selbst Hand anlegen, um den Vandalismus in den Griff zu bekommen. Vor einiger Zeit demontierten Löffler und seine Schüler das Dach des Startturmes, den sie selbst in Eigenleistung einst errichtet hatten. Damit wollten sie das Bauwerk aus Brettern unattraktiver für all jene machen, die im Park randalieren. Kein Dach, kein wetterfester Unterstand, so die Überlegung. Die Bretter der Bedachung wurden damals in den Abstellraum geworfen, der unter dem Turm eingebaut wurde. Dort kann inzwischen allerdings nichts Wertvolles mehr gelagert werden, obwohl eine abschließbare Tür vorhanden ist. Die gibt es noch, sie ist allerdings nutzlos. Denn: Die Seitenwände wurden eingeschlagen. 

Der Meinerzhagener Polizei liegen übrigens momentan keine Beschwerden von Bürgern vor, die mit „Gelagen“ oder Vandalismus im Bikepark zu tun haben. Der Leiter der Wache an der Oststraße, Jörg Meier, will sich nun aber selbst ein Bild von der Situation vor Ort machen. „Solche Zerstörungen sind nicht zu erklären. Gerade wenn Jugendliche mit ehrenamtlichem Engagement eine solche Anlage errichten und die dann beschädigt wird, ist das absolut nicht zu verstehen“, findet der Hauptkommissar.

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