Zweckverband Projekte auf gutem Weg

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Zweckverbandsvorsitzender Matthias Scholand und Geschäftsführerin Imke Grotelüschen werben für Bigge- und Listersee als „Natur-Erlebnis“ – auch mit der neuen Gästekarte.

Meinerzhagen - In der Natur-Erlebnis-Region Biggesee-Listersee tut sich was – und doch fristet das Projekt für Außenstehende mitunter ein Schattendasein: Das wollen Matthias Scholand, Vorsitzender des Zweckverbandes Biggesee-Listersee, und Tourismusverbands-Geschäftsführerin Imke Grotelüschen jedoch ändern. Auch – oder gerade – in Meinerzhagen, das auf den ersten Blick mit die kleinste Schnittmenge zu dieser Region hat.

Von Frank Zacharias

„Für die Mitwirkenden ist der Zweckverband eine sehr lebendige Sache, für alle andere hingegen eher fern“, weiß Matthias Scholand aus eigener Erfahrung. Dabei kennt er als Vorsitzender die vielen Fortschritte, die die Städte Attendorn, Drolshagen, Meinerzhagen und Olpe gemeinsam für den Erlebnisraum erreicht haben. Und zwar nicht nur im materiellen Sinne: „Der Gemeinsinn, der dadurch entstanden ist, ist ganz entscheidend. Der Blick geht weg von den eigenen Kirchtürmen.“

Ähnlich wie beim Konzept „Oben an der Volme“ ist auch bei den geförderten Regionale-Projekten an Bigge und Lister das Zusammenspiel der Kommunen von großer Bedeutung. Für die Bauprojekte wie Rastplätze, Rad- und Wanderwege oder die Badestellen Windebruch und Schnütgenhof, von denen noch nicht alle realisiert sind, treten die Städte als Bauherren auf. Für Marketing und Koordination zeichnet indes der Tourismusverband mit seiner Geschäftsführerin Imke Grotelüschen verantwortlich. Die 47-jährige Reiseverkehrskauffrau war zuletzt Tourismusdirektorin der Ostseeinsel Fehmarn und ist seit Anfang des Jahres Geschäftsführerin mit Sitz in Attendorn. Ihre erste Zwischenbilanz klingt – auch mit Blick auf die Entwicklungen seit der Gründung des Verbandes 2012 – positiv. „Es ist touristisch sehr viel passiert, wir treffen uns regelmäßig mit den Akteuren der Städte, etwa um Events wie das Brückenpicknick zu besprechen.“ Aktuell sei ein Gastgeberverzeichnis in Arbeit, das Grotelüschen als „tolles Marketingprodukt“ bezeichnet, und in dieser Woche stellte sie die Gästekarte vor, mit der auswärtige Besucher der Region Ermäßigungen auf einzelne Angebote in Attendorn, Drolshagen, Meinerzhagen und Olpe erhalten – wenngleich das Angebot in der Volmestadt am überschaubarsten ist: Dort sind der Campingplatz „Seeblick“ (zehn Prozent Ermäßigung auf eine Übernachtung) und die Jugendherberge (50 Cent Rabatt auf Discverleih für Discgolf) aufgeführt.

Daneben stecken Grotelüschen und ihre Mitarbeiterin viel Zeit in Befragungen von Urlaubern – unter anderem an der Nordhelle –, in die Präsenz der Region auf Messen und Festen, aber auch in die Internetseite des Zweckverbandes (www.biggesee-listersee.com), „die ständig wächst“, wie die Geschäftsführerin betont. Ein Budget von 250 000 Euro stand ihr in diesem Jahr für diese Aktivitäten zur Verfügung. Davon unberührt sind freilich die einzelnen Bauprojekte, auf deren Weiterentwicklung alle Beteiligten hoffen. „Die Arbeiten für die Badestelle in Windebruch sollte im nächsten Jahr starten“, nennt Matthias Scholand eine Maßnahme, die ihm mit Blick auf die Attraktivität der Lister als Badesee besonders am Herzen liegt. In etwa drei Wochen soll die Wanderkarte für die Höhen- und Seenroute vorliegen. Bereits gerne genutzt würden die „Rastpunkte“, von denen auch in Valbert und Hunswinkel noch drei Stück eingerichtet werden. Und nicht nur Auswärtige sollten diese Angebote nutzen: Imke Grotelüschen will wie Matthias Scholand das Bewusstsein der Bevölkerung für die Schönheit des hiesigen Raumes schärfen. „Ob auf den Bänken ein Tourist oder ein Einheimischer sitzt, spielt keine Rolle.“

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