Zusage unter Vorbehalt aus Arnsberg

Stadthallen-Zukunft: Bürgermeister bejubelt "großartigen Meilenstein"

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So soll es aussehen: das kommerzielle Zentrum neben der Stadthalle.

Meinerzhagen - Das Stadthallen-Projekt hat einen wichtigen Meilenstein passiert. Das gab die Stadtverwaltung am Mittwoch per Pressemitteilung bekannt.

Der Rat hatte im Januar alles auf den Weg gebracht, jetzt hat die Bezirksregierung Arnsberg für einen wichtigen Schritt in Richtung Stadthallen-Umbau gesorgt.Wie die Verwaltung am Mittwoch erklärte, hat die Bezirksregierung der Erhöhung der zuwendungsfähigen Ausgaben für den Umbau und die Sanierung der Stadthalle zu einer Bürgerhalle als Teil des Gesamtkonzeptes „Neues Innenstadtquartier“ zugestimmt – wie schon erwartet unter dem Vorbehalt, dass ein Investor für das ebenfalls angestrebte kommerzielle Zentrum mit Handel, Dienstleistungen, Gastronomie und Wohnen gefunden wird. 

Konkret geht es um eine Investitionssumme von knapp 10,6 Millionen Euro. „Mit dieser Verfügung haben wir einen großartigen Meilenstein erreicht“, wird Bürgermeister Jan Nesselrath zitiert. „Damit ist unser Ansatz, in den wir über zwei Jahre unser Herzblut gesteckt haben, endlich aufgegangen. Dass uns als Kommune Unterstützung in dieser Form in Aussicht gestellt wird, ist ein ganz außergewöhnlicher Vorgang und ein tolles Zeichen für Meinerzhagen.“ Darauf dürfe man stolz sein. 

Kombination aus Begegnung und Kommerz

Möglich werde diese Weichenstellung durch die Einbindung des geplanten Umbaus und der Sanierung in das Gesamtkonzept „Neues Innenstadtquartier“, das über eine Kombination von öffentlichen und privaten Investitionen realisiert werden soll. Wie bereits im Rat durchgewunken, soll eine soziokulturelle Begegnungsmöglichkeiten in der Stadthalle mit einem kommerziellen Zentrum für Einzelhandel, Gastronomie, Dienstleistungen und Wohnen sowie mit verstärkten Bildungsmöglichkeiten verbunden werden. 

Unter anderem soll dafür die Stadtbücherei in Räume gegenüber der Stadthalle ausgelagert, erweitert und um neue Angebote ergänzt werden. In Verbindung mit dem kommerziellen Zentrum entstehe außerdem eine engere Verbindung zur Hauptstraße und zur Fußgängerzone. 

Jetzt kann Ausschreibung beginnen

„Wir haben ganzheitlich geplant und alle Bereiche in unsere Überlegungen eingeschlossen. Dieses Vorhaben ist eine echte Chance für die ganze Stadt“, so Nesselrath. Das grüne Licht aus Arnsberg ist insbesondere für das weitere Vorgehen von Bedeutung. 

Damit sei nun der Weg frei für ein Investorenauswahlverfahren für das kommerzielle Zentrum und – bei erfolgreichem Ausgang – für die Umsetzung der Gesamtplanung, heißt es vonseiten der Stadt. Die europaweite Ausschreibung des Projekts und die Auswahl eines Investors seien die nächsten Schritte. 

Erst, wenn dieser Prozess abgeschlossen und ein Investor gefunden ist, gelte auch die Zusage der Bezirksregierung, die bisher im Rahmen des Regionale 2013 festgelegten Gesamtausgaben zu erhöhen. 60 Prozent und damit rund 6,35 Millionen Euro würden dann, bei Vorliegen der haushalterischen Voraussetzungen, über die Städtebauförderung finanziert, die verbleibenden40 Prozent müsste die Stadt aufbringen. 

Der Dank des Bürgermeisters gelte dabei dem Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, der Bezirksregierung Arnsberg sowie dem Planungsbüro ASS, das den Förderantrag formuliert hat.

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