Alkoholisiert einen Unfall gebaut

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Zwei Fälle mit „Tatorten“ in Meinerzhagen wurden gestern im Amtsgericht verhandelt. 

Meinerzhagen - Reichlich Wodka hatte ein Mann am Abend des 23. September vergangenen Jahres mit Freunden getrunken. Danach setzte er sich in sein Auto, um nach Hause zu fahren – mit knapp 2,5 Promille im Blut.

Gegen 4 Uhr erreichte der 43-Jährige die Goethestraße in Meinerzhagen. Dort kam er von der Fahrbahn ab und rammte ein geparktes Auto. Fremdschaden: etwa 10.000 Euro. Statt am Unfallort zu bleiben und die Polizei zu rufen, setzte der Mann seine Fahrt einfach fort. 

Unfallflucht hieß daher einer der Vorwürfe im Amtsgericht Meinerzhagen. Zudem musste sich der Angeklagte wegen fahrlässiger Gefährdung des Straßenverkehrs und wegen der Trunkenheitsfahrt verantworten. 

„Das stimmt“, legte der Mann ein kurzes und umfassendes Geständnis ab. Vorstrafen brachte der Angeklagte nicht mit. Im Straßenverkehrsregister waren Trunkenheitsfahrten und eine Unfallflucht von vor zehn Jahren verzeichnet. Diese nahmen letztlich jedoch keinen Einfluss auf die Urteilsfindung. 50 Tagessätze zu je 15 Euro Geldstrafe lautete das Urteils schließlich. 

Seit dem Tattag am 23. September ist der Angeklagte nicht mehr im Besitz einer Fahrerlaubnis. Im Gericht verhängte der Richter eine weitere Sperre zur Wiedererlangung der Fahrerlaubnis von einem Jahr. Die Frist dürfte in Anbetracht des hohen Promillewertes aber wohl keine große Rolle spielen, erklärte der Vorsitzende. In Fällen wie dem des 43-Jährigen verlange die Straßenverkehrsbehörde eine MPU. Die müsste der Meinerzhagener erst mal bestehen, um überhaupt die Chance auf eine Fahrerlaubnis zu bekommen. 

Die Vertreterin der Staatsanwaltschaft erklärte Rechtsmittelverzicht. Auch der Angeklagte zeigte sich mit der Entscheidung, 750 Euro zahlen zu müssen, einverstanden. Und so wurde das Urteil umgehend rechtskräftig. 

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