Sanierungen liegen auf Eis

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Vor fast zwei Jahren wurde der Untergrund der L 708 aufwendig mit 29 Kernbohrungen untersucht. Straßen.NRW-Abteilungsleiter Eberhard Zimmerschied musste jetzt mitteilen, dass sich der Ausbau wegen Grundstücksfragen verzögert.

Meinerzhagen – Gestiegene Preise, die Berücksichtigung Südwestfalens bei der Mittelverteilung in den zurückliegenden Jahren und grundstücksrechtliche Probleme - all das hemmt die Bautätigkeit an den Straße.

Die Gründe sind vielfältig, doch noch vor dem lang ersehnten Ende des ersten Bauabschnitts auf der L 709 (Listerstraße) steht bereits fest, dass der zweite in diesem Jahr keinesfalls folgen wird. Der geringere Zuweisungsbetrag an die Niederlassung Südwestfalen von Straßen.NRW verhindere eine Fortsetzung der Sanierung, sagte Abteilungsleiter Eberhard Zimmerschied auf Anfrage. „Wir werden in diesem Jahr insgesamt einen geringeren Betrag für den Bereich der Niederlassung erhalten. Das liegt sicherlich auch daran, dass wir in der jüngeren Vergangenheit besonders auch bei Großprojekten sehr gut vom Ministerium bedacht wurden.“ Derzeit existiere noch keine abschließende Projektliste für die Landesstraßen, so Zimmerschied. Diese werde aber in den nächsten Wochen dem Minister zur Entscheidung vorgelegt. „Für die L 709 zeichnet sich nach derzeitigem Stand kein Weiterbau in 2019 ab“, sagt Zimmerschied. Das liege unter anderem an den gestiegenen Preisen, die von Bauunternehmen, deren Auftragsbücher sehr gut gefüllt sind, gefordert werden. Steigerungen von mehr als 20 Prozent seien keine Seltenheit, sondern eher die Regel.

Nicht das Geld, sondern ein anderer Umstand sorgt indes bei der L 708 für Verzögerungen. Als Weiterführung des Ausbaustandards von der Landstraße 512 ab dem Schnütgenhof sollte die Fahrbahn ab der Zufahrt zur Listerstaumauer im Anschluss an den bereits fertigen Abschnitt erneuert werden. Endpunkt sollte die Ortschaft Hunswinkel sein. Es sollte neben der Oberflächensanierung der Fahrbahn auch ein kombinierter Geh- und Radweg entstehen. „Hier sind es zunächst die technischen Herausforderungen gewesen, die eine umfangreiche und zeitaufwendige Planung erforderten. Im Moment stellt der notwendige Grunderwerb eine Barriere dar“, so Zimmerschied. Und die dürfte im Bereich der Ortslage Heiligenberg erheblich sein. Denn die dortigen Platzverhältnisse der vorhandenen Straßentrasse gleichen einem Nadelöhr.

Auch der Start der neuen Ihnebrücke in Neulisternohl (L 512 Kreuzung Attendorn) ist derzeit noch zurückgestellt. Die alte Brücke stützt im Moment ein Stahlkorsett, welches den Erhalt des Bauwerkes sichern soll. Wann es hier weitergeht und ob dabei der dreispurige Ausbau Richtung Olpe eine Rolle spielt, ist noch offen.

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