Endlich Hochsommer!

Meinerzhagener freuen sich über Erfrischung im Freibad

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Die Frühschwimmer sind regelmäßige Gäste im Meinerzhagener Freibad. Sabine Langemann wacht am Beckenrand und freut sich über das disziplinierte Verhalten aller Besucher.

Meinerzhagen - Blauer Himmel, Sonne – kurz vor dem Ende der Sommerferien kommt Meinerzhagen ins Schwitzen: Endlich Hochsommer in der Stadt. Und endlich „richtiges“ Freibadwetter.

Einen Grund, nicht ins Freibad zu gehen – den gibt es für die Frühschwimmer eigentlich nicht. Rund 12 Schwimmer drehen im Becken ihre Runden – auch wenn es um kurz nach sieben mit 14 Grad durchaus noch etwas frisch ist. „Das ist doch herrlich, wir sind einfach gerne hier. Wir passen auf und Schwimmen funktioniert auch mit Abstand“, lacht eine Schwimmerin. Allerdings: die Runde ist etwas kleiner geworden. Wo sonst täglich zwischen 50 und 70 Badefans ihrem Morgenritual nachkamen, sind in der Corona-Zeit etwa 20 Frühaufsteher unterwegs. Einen Grund, das kühle Nass zu meiden, gibt es leider eben doch: „Einige haben doch Bedenken und sind wegen Corona vorsichtig“, berichten die Wassersportler. Und sich, wie bis Freitag erforderlich, über das Internet für den Besuch anmelden zu müssen, sei insbesondere für Senioren nicht so einfach.

600 Besucher pro "Zeitblock"

Der Sommer 2019 war heiß. Große und kleine Meinerzhagener suchten in den Freibädern Abkühlung, dementsprechend voll war’s an den Hitzetagen. Im Sommer 2020 ist die große Wärme bislang ausgeblieben – angesichts der coronabedingten Einschränkungen ein Glück eigentlich. „Wir sind einfach vom Wetter abhängig“, weiß Sabine Langemann. Die Fachangestellte für Bäderbetriebe wacht in Meinerzhagen zusammen mit ihrem Kollegen Jens Tront und dem Marienheider Rettungsschwimmer Lennart Dienauer am Beckenrand. In der Corona-Zeit ist ein Freibadbesuch in drei Zeitblöcken möglich. 600 Badegäste dürfen jeweils in die Wasseroase an der Oststraße, im Becken dürfen sich 89 Schwimmer aufhalten. Da es bisher nicht übermäßig heiß war, gab es diesbezüglich bislang keine Probleme. 

„Alle sind sehr verständnisvoll, halten sich an die Regeln, fragen nach, wenn sie unsicher sind“, freut sich Sabine Langemann und lobt „ihre“ Schwimmer. Insbesondere die Kinder zeigten großes Verständnis, berichtet die Schwimmmeisterin, während ein Junge zu ihr kommt. „Kann der Dreier geöffnet werden?“, fragt er. Sabine Langemann schüttelt den Kopf und erklärt ihm die Corona-Regeln, die besagen, dass Sprungturm und Sprungbrett aufgrund der Hygienevorschriften gesperrt bleiben. "Okay, dann springen wir eben vom Rand", gibt sich der junge Schwimmer zufrieden.

Freibad-Tag mit Pause

Auf die Regeln wird in beiden Bädern strengstens geachtet. In den „Pausen“ wird daher jedes Mal eine aufwendige Reinigung durchgeführt. „Jeder Griff, jeder Handlauf – alles wird desinfiziert“, nennt Sabine Langemann nur ein Beispiel. Dass trotz der notwendigen Pausen ein unbeschwerter Freibadtag möglich ist, beweist eine vierköpfige Familie: „Wir waren heute Vormittag schon einmal da, sind zwischendurch etwas essen gegangen und jetzt wieder hier“, erzählt die junge Mutter, die es sich nachmittags mit ihrem kleinen Sohn und den Großeltern auf der Liegewiese bequem gemacht hat.

„Das Wetter ist toll und das Freibad ist es auch“, schwärmt eine Besucherin, die mit ihren beiden Söhnen im Wasser planscht. Sie komme extra aus Attendorn, sei auch schon mal in Herscheid gewesen. „Aber hier ist es besonders schön.“ Gäste von auswärts – für Sabine Langemann nicht ungewöhnlich. Letzte Woche sei ein Ehepaar aus Berlin zu Besuch gewesen, „sie haben Urlaub auf einem Campingplatz gemacht und sind jeden Tag ins Freibad gekommen“, erzählt sie. Auch aus Köln und Münster habe es schon Schwimmer nach Meinerzhagen gelockt. Vor allem die große Liegeweise begeistere die Gäste und auf Sauberkeit werde geachtet – nicht nur in der Corona-Zeit.

Die neuen Regelungen

Die Zutrittsregelungen für die Freibäder in Valbert und Meinerzhagen wurden angepasst. Möglich macht dies einerseits eine Änderung in der Coronaschutzverordnung des Landes NRW und andererseits haben die zurückliegenden Wochen zudem gezeigt, dass die Zutrittsregelungen von den Badegästen vorbildlich eingehalten worden sind, begründet die Stadt dies. Im Einzelnen werden folgende Änderungen vorgenommen: Der Eintrittspreis ist wieder an den Kassen der Freibäder zu bezahlen. Der bisherige Eintrittspreis von 1 Euro pro Person wird beibehalten. Die Reservierung über das Internet ist nicht mehr erforderlich, ebenso werden keine Kontaktdaten mehr erhoben. Eine Online-Anmeldung ist aber nach wie vor möglich. Der Duschbereich wird geöffnet. In Meinerzhagen können die Einzelkabinen und in Valbert darf die Dusche von jeweils einer Person genutzt werden. Alle anderen Regelungen bleiben bestehen. Geöffnet haben die beiden Bäder in drei Zeitblöcken: Von 7 bis 9 Uhr, von 10 bis 14 Uhr und von 15 bis 19 Uhr.

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