Mühlentag zeigt mehr als Wasserkraft

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„Wat is´n Dampfmaschin´?“ Pastor Ludwig Opahle (rechts) hatte auf dem Mühlentag in Mühlhofe am gestrigen Pfingstmontag die richtige Antwort parat.

Mühlhofe - Am Pfingstmontag kommt bundesweit Bewegung auf. Seit 1994 wird am Mühlentag die heutzutage oft diskutierte, alternative Energie problemlos genutzt. Mit Wind- und Wasserkraft werden die sorgsam gepflegten technischen Denkmale in Gang gesetzt.

Für die Besucher eröffnet sich damit die Möglichkeit, einen „Blick“ in die Vergangenheit zu werfen. Genau diese Chance nutzten auch viele von ihnen am Montag ab 11 Uhr in Mühlhofe. Im Tal der Ihne gelegen, steht die Knochenmühle, welche zusammen mit den Mühlen in Fretter und Eslohe die letzte erhaltene ihrer Art in Westfalen ist. Ihr sogenanntes oberschlächtiges Wasserrad brachte die kräftigen Stampfer im Inneren schnell in Schwung und sorgte nicht nur für Kraftentfaltung, sondern auch für ziemlichen Lärm. Damit war aber längst nicht alles Wissenswerte und Unterhaltsame in der Knochenmühle und vor allem auf dem Gelände rund um die Mühle herum entdeckt.

An vielen Ständen wurden die unterschiedlichsten Produkte aus „alter, handwerklicher Herstellung“ angeboten. Spinnen, Weben, Korbflechten und vieles mehr wurden präsentiert und gewährten Einblicke in ihre Machart. Aber auch kulinarisch gab es einiges zu entdecken: So standen frischer Honig und geräucherte Forellen zum Verkauf bereit. Die Heimatstube lud zudem nicht nur zur Besichtigung der dort ausgestellten Exponate ein, sondern diente gleichzeitig als Café.

Selbstgemachte Kuchen- und Tortenspezialitäten machten das Naschen problemlos möglich. Die Freunde der „derberen Kost“ kamen natürlich auch auf ihre Kosten: Gegrilltes und Salate sorgten dafür. Außerdem lohnte sich ein Abstecher in die Scheune. In ihr sind landwirtschaftliche Geräte ausgestellt, die früher ausschließlich mit menschlicher oder tierischer Muskelkraft bewegt wurden.

Offensichtlich genauso wohl wie Alt und Jung fühlten sich die Alpakas auf dem Gelände der Knochenmühle. Aus dem benachbarten Blomberg angereist, heimsten sie so manche Streicheleinheit ein.

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