Weihnachts-Endspurt auf dem Wochenmarkt: Organisation ist alles

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Am Stand von Händler Kurt Schwiersch herrschte Hochbetrieb. Er verkaufte Kaninchen und Geflügel. Viele Kunden hatten ihre Waren vorbestellt.

Meinerzhagen - Nichts zu spüren von Vorweihnachtsstimmung, genauso wenig aber auch von Weihnachtshektik. Kein Wunder. Der Dauerregen, der unablässig auf den Otto-Fuchs-Platz prasselt, sorgt eher für November-Tristesse auf dem Wochenmarkt.

Nur die Markthändler blicken einigermaßen zufrieden ins Wetter: „Der Regen ist für uns besser als Schnee.“ Über viele weiße Flocken würde sich hingegen sicherlich nicht nur der kleine Max freuen, der gestern tapfer mit seiner Mama die letzten Einkäufe erledigte. Weihnachten, so hofft Max, kann er selbst Verkäufer spielen. Auf seinem Wunschzettel steht ein Kaufladen. 

Viele Meinerzhagener sind dagegen mit einem Einkaufszettel unterwegs. Der ist jedoch nur selten besonders lang. Die meisten sind gut organisiert und haben einen Großteil der Einkäufe bereits erledigt. „Das macht man alles vorher“, verrät Regina Löper-Kappes ihre Strategie. 

Kein Stress beim Markteinkauf

Auf dem Markt werden noch die frischen Zutaten fürs Weihnachtsmenü eingekauft. Patricia Sinderhauf möchte kurz vor Weihnachten ebenfalls keine Hektik aufkommen lassen und setzt auf gute Planung. Das muss auch sein, immerhin kommt Heiligabend die große Familie zusammen, fast 20 Personen – die 93-jährige Oma ist als Älteste dabei. 

„Es gibt Fondue, Salate, Lachs und den besten Krabbencocktail meiner Mutter“, freut sie sich auf die Tradition. Auch Fritz Schulte sieht den Festtagen gelassen entgegen. „Wir haben doch lange genug Zeit, um uns vorzubereiten“, meint er. Daher stehen auch für ihn nur die letzten Besorgungen an.

Dass in der Volmestadt kein Stress aufkommt beim Markteinkauf vor dem Fest, hat auch Händler Joachim Becker festgestellt, der wie jede Woche aus Ense gekommen ist, um Obst Gemüse und vor allem auch Pilze zu verkaufen.

„Wenn nichts los wäre, hätten wir was verkehrt gemacht“

„Die ersten Kunden waren schon sehr früh wie immer unterwegs“, berichtet er. Becker kommt gerne nach Meinerzhagen: „Hier sind die Leute entspannter als in der Stadt“, so seine Feststellung. Er wolle nicht schmeicheln, „aber hier auf dem Land haben die Kunden mehr Ahnung von dem, was sie kaufen, fragen nach Herkunft und Qualität“, lobt Becker. 

Und wie steht es mit dem persönlichen Weihnachtsstress? Den gibt es für Joachim Becker nicht. „Beim Essen lasse ich mich überraschen und mecker auch nicht,“ erzählt er. 

Eine gewisse Hektik ist am Geflügelstand von Kurt Schwiersch zu spüren. Sein Team und er haben alle Hände voll zu tun, um die Kunden mit Kaninchen, Pute oder Gans zu versorgen. Humor zeigen die Mitarbeiter immer noch: „Wir träumen schon von Gänsen und Enten.“ Die Kunden warten geduldig im Regen, viele haben ihren Einkauf vorbestellt. 

Das ist auch bei Obsthändler Tobias Syrek der Fall. Er selbst zeigt sich stress-resistent: „Wenn nichts los wäre, hätten wir was verkehrt gemacht“, lautet seine Devise auch beim Weihnachts-Endspurt. 

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