Besuch aus dem Land der aufgehenden Sonne

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Für Satoru Imamura und seine Ehefrau Yasuyo ist Meinerzhagen das zweite Zuhause. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Sie leben mehr als 9000 Kilometer von der Volmestadt entfernt in der Stadt Kyoto im Westen der japanischen Hauptinsel Honshu.

Dennoch haben Satoru Imamura und seine Frau Yasuyo immer ein wenig das Gefühl nach Hause zu kommen, wenn sie zu Besuch in Meinerzhagen sind.

Imamura arbeitete zwischen 1976 und 1983 als Sportlehrer am hiesigen Gymnasisum. Zugleich engagierte er sich beim TuS Meinerzhagen, wo er zunächst die Turner trainierte und später die Volleyball-Abteilung des größten heimischen Sportvereins ins Leben rief. Noch heute pflegt Imamura enge freundschaftliche Kontakte zu den heimischen Sportlern, die sich nicht zuletzt in gegenseitigen Besuchen niederschlagen.

Am Wochenende war es wieder soweit: Das Ehepaar Imamura besuchte die Volmestadt zusammen mit einer Gruppe japanischer Volleyball-Spieler und wurde hier von den Mitgliedern der Volleyball-Abteilung mit großer Herzlichkeit empfangen. Bis zu ihrer Abreise waren die japanischen Gäste in den Familien der Sportler untergebracht. Am Freitagabend wurde das Wiedersehen zunächst mit einer großen Gartenparty und rund 80 Gästen gebührend gefeiert, bevor am Samstag ein Internationales Mixed-Turnier in der Halle Rothenstein auf dem Programm stand. Alle Sportler, die zusammen mit Imamura anreisten, sind Mitglied im Verein „Ispoa“, den der engagierte Dozent ins Leben rief um den internationalen sportlichen Austausch zu fördern. Mittlerweile sind bereits 80 junge Sportler Mitglied.

So war Meinerzhagen nicht die einzige Station der Gäste aus dem Land der aufgehenden Sonne: Auch in Brüssel und Rißtissen im Alb-Donau-Kreis treffen die Japaner auf befreundete Vereine und nehmen an Freundschaftsturnieren teil. Erst am Freitag geht‘s für alle zurück in die Heimat. Imamura und seine Frau statteten der Volmestadt nach ihrem Umzug in die Heimat bereits zum dritten Mal einen Besuch ab. Zuletzt waren sie 2007 hier. Im Gegenzug reisten auch die Meinerzhagener zweimal nach Japan und erlebten das Land zuletzt Anfang 2010 zur Kirschbütenzeit.

Wie groß die Verbundenheit der Meinerzhagener zu ihrem früheren Trainer ist, zeigte sich auch in der Not, als das schwere Erdbeben und die darauf folgende Flutkatastrophe im März dieses Jahres die atomare Katastrophe in Fukushima auslösten. Auch in dieser Zeit hielten beide Seiten telefonisch Kontakt. Erleichtert erfuhren die heimischen Volleyballer, dass Familie Imamura nicht direkt von den Auswirkungen des Unglücks betroffen war.

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