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Beste Frühschoppen-Stimmung - auch dank Layla

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Von: Gertrud Goldbach

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Frühschoppen beim Meinerzhagener Schützenfest am Montagmorgen
Der Frühschoppen beim Meinerzhagener Schützenfest am Montagmorgen. © Goldbach, Gertrud

So kennen alle den Montagmorgen: Kaum einen Schützen hielt es auf den Plätzen, zum Mitmachen mussten die Gäste nicht lange aufgefordert werden und bei einigen Liedern waren sie sogar textsicher.

Meinerzhagen - Vier Jahre keinen Montagmorgenfrühschoppen im Zelt – da gab es bei einigen Schützen schon Entzugserscheinungen. Und das kam auch bei den Musikbeiträgen der Schützenzüge zum Ausdruck, vermengt mit einem ordentlichen Wermutstropfen.

Denn der Auftritt 2022 war nicht nur für die „Dschingis Fööss“ der Osterbauernschaft nach 42 Jahren der letzte Auftritt, auch die „Trinks“ waren nur ihres Königs wegen noch einmal auf die Bühne zurückgekehrt. 2002 hatten sie zum ersten Mal ihren Auftritt, 2012 zum letzten Mal – doch ein endgültiges letztes Mal wurde es 2022 mit ihrem Königspaar Thorsten und Christine Tump.

Wehmut beim Abschied zweier Gruppen

Ein Medley ihrer größten Songs hatten sich die „Dschingis Fööss“ für die Abschiedsrunde einstudiert. Vorher spielten sie, wie auf jedem Schützenfestfrühschoppen, den Anheizer. „Jetzt geht’s los – wir sind nicht mehr aufzuhalten“, war aus elf Kehlen zu hören – und das Zelt stimmte gerne mit ein. „Ich weiß, dass ich es will, es ist jetzt an der Zeit, es waren geile Jahre, aber jetzt ist es soweit“, war ihr letzter Refrain.

Betriebsam wurde es bei den Ehrendamen. Man stelle sich vor: Das Schützenfest beginnt, doch der Prinz und vier Ehrendamen fehlen! Kurzerhand gründete man eine Prinzen-Soko und die übrig gebliebenen drei Ehrendamen machten sich auf den Weg. Bei allen Schützenzügen schauten sie vorbei und Prinzessin Jacky hatte jedes Mal ein Aufgabe zu lösen, um einen weiteren Tipp zu bekommen. Tanzend, trinkend und suchend bewegten sie sich hin zu den einzelnen Schützenzügen und tanzten zu „Hey, ab in den Süden, dem Prinzen hinterher“ dem Ziel entgegen.

Temperamentvolle „Trinks“

Temperamentvoll ging es bei den „Trinks“ zu. Vollen Einsatz am Mikrofon zeigte König Thorsten aber auch für seine Königin Christine. Für die Schützen im Zelt hatten sie sich etwas Besonderes einfallen lassen. „Seit ich träum´ in der Nacht war es immer mein Traum, einmal der König sein, in dieser schönen Stadt“, stand auf einem Bierdeckel als Liedtext abgedruckt. Sofort sangen die Schützen aus vollem Halse mit.

„Simply-Löh“ hatte sich das Lied Regenbogenfarben von Kerstin Ott ausgesucht. Doch da es offiziell nicht erlaubt war, die Regenbogenfahne zu hissen, wichen die Schützen auf eine Fahne in Grün-Weiß aus. Als Affenbande mischten sie das Publikum auf und schnell war der Refrain in aller Munde.

Die „Birkeshöhner“ vermissen das Fest

Bunt in sommerlicher Urlaubskleidung kamen die „Birkeshöhner“ auf die Bühne. Doch so ganz glücklich wirkten sie nicht. Schon wieder waren sie zum Schützenfest mit ihrer Partnerin im Urlaub und weit weg von Meinerzhagen. „Nimm den Hut, nimm das Tuch, zieh den Kittel an und komm marschieren“, ließen alle Schützen im Zelt ihr rotes Halstuch abnehmen und über ihren Köpfen schwenken.

Wer schon gehofft hatte, am Schlager des Jahres „Layla“ vorbeizukommen, der hatte nicht mit den Südschützen gerechnet. Als letzten Programmpunkt packten sie den Sommerhit aus – und die Schützen im Zelt sangen textsicher mit.

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