Vorbeugende Tipps: Besonders Senioren sollten ans Trinken denken 

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Die Versorgung der älteren Bewohner mit Flüssigkeit – auch für Pflegefachkraft Isabella Banka-Höher ist das im Langemann-Haus in diesen Tagen eine wichtige Aufgabe, die täglich mehrmals anfällt.

Meinerzhagen - Frühstück, gemeinsame Getränkerunde. Zwischenmahlzeit, Mittagessen, Kaffeetrinken. Wieder eine Getränkerunde, Abendessen. Und zwischendurch so viel Wasser und Fruchtsaft oder lauwarmen Tee wie gewünscht.

Im Wilhelm-Langemann-Haus an der Mühlenbergstraße wird zurzeit sehr darauf geachtet, dass die Bewohner so viel Flüssigkeit wie möglich zu sich nehmen – außer es gibt krankheitsbedingte Vorgaben, die dem widersprechen. 

Die Hitzewelle lässt auch die Meinerzhagener stöhnen. Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke sind halt nicht jedermanns Sache. Besonders Senioren und Kinder sollten aufpassen – Flüssigkeitsmangel kann zu Kopfschmerzen oder Herz-Kreislaufproblemen führen. Und ein Sonnenbrand ist auch nicht ohne. 

Das Mitarbeiterteam der heimischen Senioreneinrichtung setzt bei großer Hitze deshalb einige Maßnahmen um, die vorbeugen sollen. Pflegedienstleiterin Ingrid Papst hat zum Beispiel zusätzliche Getränkerunden eingeführt. „In Gemeinschaft trinkt es sich halt leichter“, weiß sie. Ältere Menschen haben ein nicht mehr so ausgeprägtes Durstgefühl, das kann bei Sommerhitze schlimme Folgen haben. „Wir bemühen uns auch, zusätzlich zu mehr Flüssigkeit Speisen mit einem hohen Wassergehalt anzubieten. Dazu zählen Kaltschalen, Fruchtsuppen, oder zum Beispiel Wackelpudding. Und als Beilagen bevorzugen wir in diesen Tagen Gurken- oder Tomatensalat. Auch so lässt sich Flüssigkeit aufnehmen“, erläutert die Fachfrau. 

Außerdem absolviert das Team des Seniorenheimes oft einen Rundgang durch das Haus und bietet Eis an. Papst: „Auf Heißgetränke verzichten wir ganz, außer es wird ausdrücklich gewünscht. Und in Fällen, in denen es Beschwerden gibt, die auf Wassermangel zurückzuführen sein könnten, führen wir auch Trinkprotokolle.“ Das alles habe dazu geführt, dass bis jetzt keine gesundheitlichen Probleme bei den Bewohnern aufgetreten seien, die man mit Flüssigkeits-Defiziten begründen könne, fügt die Pflegedienst-Chefin hinzu. 

In Kindergärten oder besser bei deren kleinen Besuchern ist zurzeit alles, was mit Wasser zu tun hat, ganz klar favorisiert. In der Evangelischen Kita Valbert haben Leiterin Gudrun Wirth und ihre Kolleginnen kleine Wasserbecken im Außenbereich aufgestellt. Die sind ständig dicht umlagert. Wasser zur äußerlichen „Anwendung“ ist aber nicht alles: „Kinder sind bewegungsfreudiger als ältere Menschen und sie müssen deshalb viel trinken“, weiß Wirth. Deshalb gibt es Mineralwasser bis zum Abwinken. „Wir sind in diesen Tagen viel im Außenbereich. Wegen der Insekten verzichten wir ganz auf Säfte. Aber das wird von den Kindern akzeptiert. Sie können sich so viel Wasser selbst nehmen, wie sie wollen“, fügt sie hinzu. 

Sonnenschutz ist ebenfalls ein Thema. „Die Kinder werden schon zuhause eingecremt. Und sie tragen im Freien Hüte oder Kappen. Außerdem bietet unser Außengelände viele Orte, die schattig sind. Die Sandskiste zum Beispiel steht an einem großen Baum – ideal an diesen Sonnentagen“, freut sich Gudrun Wirth, dass die Kinder auch ins Freie können, ohne die Gefahr eines Sonnenbrandes in Kauf nehmen zu müssen. Und dennoch haben die Erzieherinnen einen Rat, den augenblicklich alle Volmestädter beherzigen sollten, soweit das geht: „Nicht in der prallen Sonne aufhalten.“

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