Beschwerden über das Park-Chaos

Auf der Otto-Fuchs-Straße bereitet der „ruhende Verkehr“ große Probleme.

MEINERZHAGEN ▪ Chaos herrscht offenbar auf und an der Otto-Fuchs-Straße.

Das Problem: Parkende Autos soweit das Auge reicht. So zumindest formulieren es Anwohner, die tagein und tagaus mit der Situation fertig werden müssen. Sie haben sich an Peter Kamphaus (SPD) gewandt, der am Dienstagabend im Bau- und Vergabeausschuss das Thema aufs Tableau brachte.

„Fußgänger werden ebenso behindert wie Auto fahrende Anwohner. Was soll denn erst im Winter auf der Straße werden?“, äußerte Kamphaus seine Bedenken. Die Otto-Fuchs-Straße sei täglich annähernd zugeparkt.

Die Vermutung der Anwohner: Es sind Arbeitnehmer des Unternehmens Otto Fuchs, die ihre Fahrzeuge dort abstellten. Vor allem ab der Mittagszeit eskaliere die Situation auf der Straße. Im Begegnungsverkehr müssten Autofahrer, die von oben die Otto-Fuchs-Straße hinunterfahren, teilweise sogar auf den Bürgersteig ausweichen, wenn der denn nicht gerade ebenfalls zugeparkt sei.

Auch in den Einmündungsbereichen von Tunnelstraße und Schwarzenberg sei es sehr problematisch. Anwohner Hans-Joachim Klein: „Das Problem ist nicht neu, die Schwierigkeiten gibt es mindestens seit anderthalb Jahren. Die Autofahrer parken teilweise auf dem Gehweg und scheren sich nicht um Anwohner oder Mütter mit Kinderwagen.“ Klein berichtet auch, dass es zu bestimmten Zeiten unmöglich sei, beispielsweise aus dem Schwarzenberg kommend gefahrlos auf die Otto-Fuchs-Straße einzubiegen. Ab Mittag komme es zu abenteuerlichen Verhältnissen, „man sieht einfach nicht, ob ein Auto kommt.“

Hans-Joachim Klein kann sich noch gut erinnern, als die Marienheider Straße wegen des Baus der Südumgehung gesperrt war, „Da fuhren sogar die MVG-Busse über die Otto-Fuchs-Straße, das waren teilweise unmögliche Verhältnisse.“ Er glaubt, dass die Probleme durch die Änderungen beim Schichtbeginn des Unternehmens Fuchs ausgelöst worden sind. „Morgens ist das alles kein Problem, die Otto-Fuchs-Straße ist leer. Aber am frühen Nachmittag ist die Straße beidseitig zugeparkt.“ Sein Vorschlag: Die Firma Fuchs könne doch eine zweite Parkebene auf dem Firmenparkplatz am Schwarzenberg bauen, dann wären die Probleme bestimmt passé.

Ähnliche Schwierigkeiten gibt es nach den Worten von Peter Kamphaus auch auf dem Hohschlader Weg. „Vergangene Woche war der Hohschlader Weg bis zum Wendehammer in der Nähe des DRK-Heims derartig zugeparkt, dass die Fahrzeuge des Deutschen Roten Kreuzes nicht mehr herausfahren konnten“, wusste er zu berichten. Der Rotkreuzleiter habe daraufhin die Polizei gerufen, die aber unverrichteter Dinge wieder davongefahren sei, da es sich um so genannten „ruhenden Verkehr“ handele, für den nicht sie sondern das Ordnungsamt der Stadt Meinerzhagen zuständig sei. Jürgen Tischbiereck vom Bauamt der Stadt versprach am Montag, sich die Situationen vor Ort einmal genauer anzuschauen. Vor allem, wenn der Winterdienst eventuell behindert werden könnte, sei dringender Handlungsbedarf gegeben. „Wir müssen gegebenenfalls natürlich zunächst auf das Straßenverkehrsamt als zuständige Behörde zugehen, denn wir können nicht einfach beispielsweise Halte- oder Parkverbotsschilder in Eigenregie aufstellen“, schränkte er die Möglichkeiten der Stadt gleich ein.

Hans-Joachim Klein jedenfalls ist mit seiner Geduld bald am Ende. „Ich habe schon mehrere Kommunalpolitiker angesprochen, passiert ist bislang leider nichts. Muss denn wirklich erst etwas Schlimmes passieren, bis endlich gehandelt wird?“, stellt er ein wenig frustriert in den Raum. ▪ is

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