Bebauungsplan Hohschlade: Flächen für klassisches Gewerbe vorhalten

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Die Gewerbeflächen südlich der Immecker Straße sollen künftig dem klassischen Gewerbe vorbehalten bleiben.

Meinerzhagen - In der Ratssitzung am Montagabend beschloss der Rat der Stadt Meinerzhagen einstimmig – bei drei Enthaltungen – eine Änderung des Bebauungsplans Hohschlade. Mit dem Beschluss sollen dortige Gewerbeflächen künftig für das klassische produzierende Gewerbe und das Handwerk vorgehalten werden.

Die Änderung betrifft einen Teilbereich des Bebauungsplans Hohschlade, und zwar südlich der Oststraße, westlich der Weidenstraße sowie südlich der Immecker Straße. Dort sollen sich keine weiteren Einzelhandlesbetriebe mit „zentrumsrelevantem Sortiment“ wie etwa Lebensmittelmärkte ansiedeln.

Dadurch, dass Einzelhandelsbetriebe höhere Mieten zahlen könnten, könnte anderes Gewerbe verdrängt werden, erklärt Friedrich Rothaar, Fachbereichsleiter Stadtplanung. Im vergangenen Jahr habe es entsprechende Interessensbekundungen von Marktbetreibern für den von der Planungsänderung betroffenen Bereich gegeben.

Ein weiterer Grund für die Bebauungsplan-Änderung ist die Flächenknappheit für das klassische Gewerbe in Meinerzhagen. „Es wird immer schwieriger, geeignete Gewerbeflächen zu finden“, sagt Rothaar. Daher sollten die vorhandenen Flächen geschützt und für das klassische Gewerbe vorgehalten werden.

In dem Gebiet südlich der Immecker und westlich der Weidenstraße sind nur „nicht wesentlich störende Gewerbebetriebe“ zulässig. Die dortigen Grundstücke seien laut Vorlage zurzeit fast ausschließlich klassisch gewerblich genutzt und vollständig bebaut. „Ein Abriss vorhandener Gewerbebauten, zum Beispiel nach Betriebsaufgaben, und Umnutzung der Grundstücksflächen zu Einzelhandelszwecken ist jedoch durchaus denkbar“, heißt es.

Die Ansiedlung weiterer Einzelhandelsbetriebe wird deswegen nicht ausgeschlossen, weil der betroffene Bereich an den „Sonderstandort Oststraße“ grenzt. Dieser Sonderstandtort innerhalb des Bebauungsplans Hohschlade umfasst die Gewerbegebietsfläche zwischen Ost- und Immecker Straße zusammen mit darüber hinausgehenden Grundstücken an der Oststraße zwischen der Rettungswache im Westen und dem Stadion im Osten. Dort befinden sich bereits einige Einzelhandelsbetriebe, unter anderem der Netto-Markt.

Laut Einzelhandelskonzept der Stadt soll dieser Bereich weiter als Standort für Einzelhandel genutzt werden. Allerdings solle laut Vorlage „künftig ein restriktiver Umgang mit zentren- und nahversorgungsrelevanten Sortimenten erfolgen“, um den zentralen Versorgungsbereich „Innenstadt“ zu schützen und zu stärken. Der Bereich an der Oststraße solle dauerhaft der primäre Sonderstandort für Einzelhandel mit nicht zentrumsrelevantem Sortiment sein.

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