Großes Chorkonzert mit Startrompeter Walter Scholz

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Noch vor wenigen Tagen gestaltete Startrompeter Walter Scholz als Solist eine Messe im Petersdom mit, am Samstag trat er gemeinsam mit dem großen Chor des Gymnasiums beim Benefizkonzert auf.

MEINERZHAGEN - Die Benefizkonzerte, die Klaus Müller regelmäßig zu Gunsten heimischer Einrichtungen privat organisiert, haben eine ebenso lange wie erfolgreiche Tradition. Schon oft bewies der Meinerzhagener sein sicheres Gespür für eine Konzertplanung, die ein „volles Haus“ ermöglicht, und das Interesse eines breiten Publikums findet. Das war auch beim 24. Benefizkonzert am Samstag in der Jesus-Christus-Kirche nicht anders.

Von Petra Schüller

Selten sah man das Gotteshaus so gut besucht: Wo noch ein wenig Platz war, stellten die Veranstalter weitere Stühle auf, um möglichst vielen einen Sitzplatz anbieten zu können.

Stars des Abends waren dieses Mal die Sängerinnen und Sänger des großen Chors des evangelischen Gymnasiums unter Leitung von Musiklehrer Michael Otto. Sie hatten prominente Unterstützung: Startrompeter Walter Scholz, der noch vor einigen Tagen eine Privataudienz beim Papst hatte und als Solist eine Messe im Petersdom mitgestaltete, gastierte zum zweiten Mal in Meinerzhagen. Der bekannte Musiker reiste schon am Mittwoch an, um gemeinsam mit Chorleiter Michael Otto proben zu können.

Beide traten im Verlauf des Abends einige Male erfolgreich als Duo auf: Der Musiklehrer begleitete die eindringlichen Trompetenklänge etwa bei „Air maestoso“ des Komponisten Matthew Locke an der Kirchenorgel. Musik, die unter die Haut ging. Michael Otto, der die Gesamtleitung des Konzerts übernahm, das Programm zusammenstellte und mit viel Schwung und Humor durch den Abend führte, wählte eine stimmige Mischung aus klassischen Kompositionen und zeitgenössischer Musik aus. Das Konzert fand dieses Mal zu Gunsten der Chorarbeit des evangelischen Gymnasiums statt. Zum wiederholten Male konnte die Sparkasse Kierspe-Meinerzhagen als großer Sponsor für die gute Sache gewonnen werden.

„Mein besonderer Dank gilt Klaus Müller“, hob Sparkassen-Vorstand Roman Kappius in seiner kurzen Ansprache hervor. „Ohne seine Ausdauer, seinen Fleiß und Einsatz würde dieses Konzert nicht stattfinden.“ Die große Resonanz sei „ein Beleg dafür, dass hier in Meinerzhagen sehr hochklassig musiziert wird.“ Dass der Erlös der Chorarbeit am Gymnasium zu Gute komme, trage dazu bei, dass das auch in Zukunft so bleibe. Den feierlichen Auftakt des Abends bildete der Einzug der Gymnasiasten, die eine Improvisation des Kirchenlieds „Großer Gott, wir loben dich“ sangen und sich nach und nach im Altarraum sammelten. Hier stimmten sie gemeinsam mit dem Startrompeter eine Kantate von Bach an. Einen wichtigen Beitrag zum Gelingen des Konzerts trug auch das junge Musiker-Talent, Gymnasiast Ben Köster, bei. Er begleitete Chor und Trompete mehrmals an der Kirchenorgel und erntete für seinen Soloauftritt „Präludium und Fuge in B-Dur“ anhaltenden Applaus. Beeindruckendes Können bewiesen auch die junge Sängerin Kim Leitinger, die als Solistin zusammen mit dem Chor und Michael Otto am E-Piano „Joyful“ sang, und ihr Mitschüler Frank Tissen, der den Chor ebenfalls am Piano begleitete.

Barocke Klänge von Bach und zeitgenössische Musik standen am Samstag nicht im Widerspruch zueinander, da Michael Otto mit seinem Chor Interpretationen moderner Songs präsentierte, die der getragenen feierlichen Atmosphäre Rechnung trugen. Dazu zählten etwa „Viva la Vida“ der Band Coldplay oder „A whiter shade of pale“, - der größte Erfolg der Band Procol Harum. Dieses Stück beziehe sich sogar auf eine klassische Komposition aus der Zeit des Barock, erklärte Otto. Mit Torinis „Festival in Gold“, das der Chor erneut gemeinsam mit Startrompeter Walter Scholz vortrug, fand das Konzert einen ausgesprochen stimmungsvollen Abschluss. Das Publikum brachte seine Begeisterung mit stehenden Ovationen zum Ausdruck. Auch Sven Dombrowski, Schulleiter des Gymnasiums, richtete abschließend einige Worte an die Zuhörerschaft und ließ keinen Zweifel daran, dass ihn die Leistungen von Schülern, Chorleiter und dem prominenten Gast tief beeindruckten. Abschließend dankte Klaus Müller den Solisten und dem Chorleiter mit einem kleinen Präsent.

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