Beleuchtungsinstallation lässt Details erkennen

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Freuen sich über die nun perfekte Lichtgestaltung der Grabplatte: v.r. Michael Berkenkopf, Oliver Funke, Kurt Nockemann, Bernd Schulte von der ausführenden Firma Elektro Busch und Pastorin Petra Handke. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Richter Peter Wever gilt als Urahn der Meinerzhagener Schützen. Er soll die erste Satzung der heutigen Schützengesellschaft verfasst haben. Urkundlich ist belegt, dass Meinerzhagener und Valberter Schützen unter seiner Führung 1582 zu einem Fest nach Olpe zogen.

Dieses Datum gilt als ältestes Zeugnis des damit bis ins 16. Jahrhundert zurück reichenden Schützenwesens in der Volmestadt. Die nur noch in Fragmenten erhaltene, schon kurz nach dem 30-jährigen Krieg erstmals in der Jesus-Christus-Kirche angebrachte Grabplatte zur Erinnerung an die auch ansonsten für die Geschichte Meinerzhagen so bedeutenden Persönlichkeit, ist wenige Tage vor dem nächsten Schützenfest noch plastischer zu betrachten. Durch eine ausgeklügelte Licht- und Farbgebung treten nunmehr die in eine der steinernen Grabplatte vorgesetzte Glasplatte eingearbeiteten Details für den Betrachter deutlich erkennbar hervor.

Michael Berkenkopf, Vorsitzender der Schützengesellschaft, präsentierte bei einem Pressetermin heute in der Kirche das beeindruckende Ergebnis einer längeren Projektarbeit vor. Angestoßen im Jubiläumsjahr 2006 vom damaligen Schützenoberst Jürgen Stadermann, fachlich-historisch begleitet vom Kirchenführer Karl-Heinz Bartsch, war zum Fest 2008 die Glasplatte vor der an der Eingangsseite der Kirche angebrachten Grabplatte installiert worden, dazu auch eine Erläuterungstafel mit Hinweisen zur Person von Richter Wever und dem hier aufbewahrten steinernen Relikt. Die als Gravur in die Glasplatte 1:1 eingearbeiteten schriftlichen und gestalterischen Details der Grabplatte traten aber mangels geeigneter Beleuchtung nur schwer lesbar in Erscheinung.

Es war der jetzt amtierende Schützenkönig Oliver Funke, der die von Jürgen Stadermann wegen seines zu frühen Todes leider selbst nicht mehr zu Ende gebrachten Bemühungen um eine auch optisch bessere Aufbereitung fortführte. Fachlich unterstützt von Kurt Nockemann, dem ehemaligen Vorsitzenden der Gesellschaft, begleitet und unterstützt auch von der evangelischen Kirchengemeinde, wurde schließlich eine technische Lösung entwickelt und von der heimischen Elektrofirma Walter Busch perfekt ausgeführt: Ein Rahmen mit einem eingearbeiteten LED-Lichtband in bläulicher, dem übrigen Erscheinungsbild der Kirchenfenster angepasster Farbgebung lässt nun alle Details wie gewünscht hervortreten: Wappen und Grabinschrift von Richter Peter Wever I. Pastorin Petra Handke freut sich: „Das wertet auch die übrigen in der Kirche erhaltenen geschichtlichen Relikte auf!“ ▪ -fe

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