Starke Konkurrenz durch den Online-Einkauf

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Auch das Wetter trägt dazu bei, dass nicht viel los ist in der Stadt. Konkurrent für die Einzelhändler ist jedoch auch der Online-Handel.

Meinerzhagen – Die Kodi-Filiale wird im Februar schließen, eine weitere Schließung steht an der Hauptstraße mit der bevorstehenden Geschäftsaufgabe des Men & Women- Shops bevor. Gegenüber hat die Metzgerei Rabe ebenfalls geschlossen, gleiches gilt für die Löwen-Apotheke.

„Es ist schwierig im Moment“, verschweigt man auch bei der Wirtschaftsförderung im Rathaus nicht, dass es nicht leicht ist, dem Leerstand in der Innenstadt entgegenzusteuern. Insbesondere betroffen ist aktuell der Bereich Hauptstraße.

Dennoch, so berichtet Wirtschaftsförderin Katharina Suerbier, seien auch im Rathaus die Bemühungen im Bereich Wirtschaftsförderung groß, neue Mieter für Geschäftsräume zu gewinnen: „Wir fungieren als Schnittstelle.“ Eine Hilfestellung, die die Stadt biete, sei beispielsweise die kostenlose Immobilienbörse. Vermieter hätten hier die Möglichkeit, ihre Räumlichkeiten zu bewerben, auch Bilder könnten in diesem Portal hochgeladen werden.

Schwierig sei es, und auch das komme vor, wenn Eigentümer anonym bleiben möchten. Gehen nur wenige Infos raus, erleichtere das die Suche nach neuen Mietern für den Geschäftsbereich nicht unbedingt. Zudem werde versucht, möglichst frühzeitig Kontakt mit Betroffenen aufzunehmen – „am besten noch, bevor das Geschäft geschlossen wird“, erläutert Katharina Suerbier, die in diesem Fall größere Chancen sieht, einen Nachnutzer zu finden. Das sei beispielsweise auch im Fall der Kodi-Filiale so gewesen. Mit dem Fitness-Studio Miss Sporty und dem Biogeschäft Bedorf sei es auf der andern Seite jedoch auch gelungen, den Standort Hauptstraße zu beleben. 

Augen und Ohren offen halten, auch mal „quer“ denken, das sei die Strategie bei der Suche nach neuen Händlern, die sich in der Volmestadt ansiedeln möchten. Eine entsprechende „Kontaktbörse“ habe man sich auf diese Weise erarbeitet. Dennoch: „Die Interessenten stehen nicht Schlange.“ 

Grundlage für eine Belebung der Innenstadt sei immer noch das inzwischen fünf Jahre alte Einzelhandelskonzept. Die Kaufwünsche der Kunden hätten sich seitdem nicht gravierend verändert, meint die Wirtschaftsexpertin und weiß, dass beispielsweise ein Schmuckgeschäft oder ein Bekleidungsgeschäft der Stadt gut zu Gesicht stehen würden. Allerdings, weist Katharina Suerbier auf einen Umstand hin, der ebenfalls im Einzelhandelskonzept genannt ist, sei die Ladenstruktur eher kleingliedrig, die Ansiedlung größerer Geschäfte werde so natürlich erschwert. 

Nicht zuletzt sei der Online-Handel die Konkurrenz Nummer eins. Hiervon seien aber auch Nachbarstädte wie Lüdenscheid oder Attendorn betroffen. „Wenn keiner vor Ort kauft, stirbt die Innenstadt“, warnt die Wirtschaftsförderin und appelliert, den heimischen Einzelhandel zu unterstützen. „Eigentlich sollten sich die Bürger dazu verpflichtet fühlen“, wünscht sich Katharina Suerbier und nennt beispielsweise die Beratung beim Fachhändler vor Ort als einen Vorteil gegenüber dem Internet-Einkauf.

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