Belastetes Material an der Höhenstraße in Meinerzhagen gefunden

Ins Stocken geraten sind die Rohrverlegungsarbeiten in der Höhenstraße. Grund: Das Straßenaufbruchmaterial ist teerhaltig und gilt als Sondermüll. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Ins Stocken geraten, ehe sie richtig begonnen haben, sind die Tiefbauarbeiten in der Höhenstraße. Grund: Es wurde belastetes Material festgestellt. Nund ist guter Rat teuer.

Im Auftrag des Gasnetzbetreibers RWE Westfalen-Weser-Ems soll eine neue Hauptversorgungsleitung durch die Wohnstraße geführt werden. Dies dient der Versorgungssicherheit und geschieht im Zusammenhang mit weiteren Netzarbeiten im Zuge des Neubaus der Südumgehung.

Ab dem 19. April wurde die Höhenstraße wegen der Bauarbeiten für den Durchgangsverkehr gesperrt. Auch die Busse des Stadtverkehrs können die Haltestelle in der Straße seither nicht anfahren und nutzen eine Umleitungsstrecke. Eine Ersatzhaltestelle ist an der Otto-Fuchs-Straße eingerichtet.

Als am Anfang der Baustelle in Höhe der Einmündung Marienheider Straße/Südumgehung die vorhandene Straßendecke aufgebrochen wurde, trat ein unerwartetes Problem zu Tage: Unter der jetzigen Straßendecke befindet sich noch das teerhaltige Material aus den Anfangsjahren der 1954 als eine der ersten neuen Wohnstraßen in Meinerzhagen nach dem Krieg gebauten Höhenstraße.

Teerhaltiger Straßenaufbruch ist als gefährlicher Abfall einzustufen und entsprechend zu behandeln. Dazu bedarf es einer Transport- und einer Entsorgungsgenehmigung als Sonderabfall. Beides ist mittlerweile von der bauausführenden Firma beantragt worden.

Nach Auskunft des Meinerzhagener Baudezernenten Gerd Schriever wird ein solches Genehmigungsverfahren durch den Märkischen Kreis als zuständiger Behörde in der Regel recht zügig abgewickelt. Er geht daher davon aus, dass die Bauarbeiten schon in Kürze fortgesetzt werden können. Das anfallende teerhaltige Aufbruchmaterial wird dann einer ordnungsgemäßen Entsorgung zugeführt.

Insgesamt waren für die Arbeiten in der Höhenstraße ursprünglich vier Wochen angesetzt. Dieser Zeitplan lässt sich nun natürlich nicht mehr einhalten. Man hofft jedoch, dass die Arbeiten bis Juni abgeschlossen werden können. ▪ -fe

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