Generalversammlung der Schützen

+
Der ehemalige Schützenkönig Horst Seyfried wurde mit der Königsschnur ausgezeichnet.

Meinerzhagen - Nach dem Fest ist vor dem Fest. Und deshalb gab die Generalversammlung der Schützengesellschaft dem Vorstand am Freitagabend im Schützenhaus einen Auftrag.

In den folgenden 624 Tagen sollen alle notwendigen Voraussetzungen geschaffen werden, damit auch 2018 wieder zünftig Schützenfest gefeiert werden kann – und zwar vom 4. bis 6. August.

Vorher aber konnten die Versammelten noch einmal beim Rückblick auf die Generalversammlung im Juni und den Festablauf im August in Erinnerungen schwelgen. „Es war wieder ein gelungenes, harmonisches und friedvolles Fest, das von der Bevölkerung gut angenommen wurde, weil sie sich damit identifizieren kann“, fasste der Vorsitzende Karsten Decker anschließend zusammen. Sein Dank galt allen, die mit ihrem Engagement dazu beigetragen hatten, ganz besonders den Sponsoren, durch deren finanzielle Unterstützung die Meinerzhagener Schützenfeste erst ermöglicht werden, sowie der Freiwilligen Feuerwehr, der Polizei und Schützenpolizei, dem Deutschen Roten Kreuz, dem KKSV und der Stadtverwaltung, die das Rathaus als Königsresidenz zur Verfügung gestellt und durch die außergewöhnliche Antretesituation mehr Arbeit hatte.

Kassierer Michael Czernio konnte mit einer beeindruckenden Statistik aufwarten, nach der jeder fünfte Meinerzhagener (einschließlich Valbert und umliegende Ortschaften) während der tollen Tage mindestens einmal im Festzelt war, darunter 1200 Schützen. Weniger erfreut zeigte er sich angesichts der Kostensteigerungen, die durch den neuen Pulvererlass und den Wegfall der Jugendherberge als Unterbringungsmöglichkeit für die Kapellen entstanden waren. Auch für die Abendbands mussten diesmal rund 40 Prozent mehr gezahlt werden, und die Zeltmiete war ebenfalls höher als beim vorigen Fest. Deshalb kündigte Czernio eine Beitragsanpassung an, über die bei der nächsten Generalversammlung zu entscheiden sei.

Bei den Wahlen wurde nahezu der gesamte Vorstand in seinen Ämtern bestätigt. Nur ein neuer Geschäftsführers musste gewählt werden, weil Roman Kappius dieses Amt nach sieben Jahren aus Zeitgründen niederlegte. Er wurde mit Worten des Dankes verabschiedet und von den Zugführern mit einem hochprozentigen Geschenk überrascht. Sein Nachfolger Marc Kostewitz, der im Vorfeld seine Bereitschaft erklärt hatte, wurde in Abwesenheit gewählt.

Kontrovers diskutiert wurde die Frage, ob der Vorstand für das nächste Schützenfest ein Höhenfeuerwerk organisieren solle. Das Feuerwerk, das in diesem Jahr viele Zuschauer begeistert hatte, war durch die Privatinitiative von 14 Schützen zustande gekommen. Karsten Decker machte deutlich, dass die Kosten dafür ebenfalls auf die Schützenkarten aufgeschlagen werden müssten. Angesichts der bereits angekündigten Beitragsanhebung entschied sich die Versammlung letztlich dagegen.

Worte des Dankes gab es auch für das alte Königs- und Prinzenpaar: „Ihr habt die Schützengesellschaft während eurer Regentschaft mit Engagement und Freude repräsentiert“, sagte der Vorsitzende, und Oberst Achim Freyer überreichte Horst Seyfried die Königsschnur, mit der sein Treffer auf den Königsvogel honoriert wurde.

Weiterer Dank ging an Wettermacher Günther Lüsebrink, der beim Fest der Feste wieder erfolgreich seine „himmlischen Beziehungen“ hatte spielen lassen. Lüsebrink wollte diesmal eigentlich auf seinen obligatorischen Kommentar verzichten, dann hatte er aber doch noch einen parat: „Bis heute habe ich noch nie eine Generalversammlung erlebt, die drei Stunden dauerte.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.