Beirat lehnt Bau von drei Windrädern bei Lengelscheid ab

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Geht es nach dem  Beirat der Unteren Naturschutzbehörde, dürfen die Windräder nicht gebaut werden.

Meinerzhagen - Auf dem Bergrücken zwischen Wiebelsaat und Lengelscheid möchte ein Investor drei Windräder des Typs Vestas V150 4.2 errichten. Eine entsprechende Bauvoranfrage ging im Rathaus ein.

Allerdings: Zurzeit könnte dieses Projekt dort nicht umgesetzt werden, die von der Stadt ausgewiesenen Windkraft-Vorrangflächen liegen weit entfernt. Ob ein neuer Bereich genau an dieser Stelle beschlossen wird, ist fraglich. Und das erst recht, nachdem sich der Beirat der Unteren Naturschutzbehörde beim Märkischen Kreis mit dem Thema befasst hat – und die Planungen des Investors mehrheitlich ablehnte.

Beirats-Vorsitzender Fritz Schröder teilte mit, dass sich zu diesem Vorhaben eine Arbeitsgruppe des Beirates vor Ort beraten habe. In der Sitzung wurde auch erläutert, welches die ausschlaggebenden Argumente für die ablehnende Haltung des Beirates waren: Die Standorte der beantragten Windenergieanlagen und die noch zu schaffenden oder auszubauenden Zuwegungen würden im Ebbegebirge in einem Bereich von hoher naturschutzfachlicher Wertigkeit liegen.

Sie seien von Naturschutz- und teilweise FFH-Gebieten umgeben. Ein Teil der Wege führe durch das im Osten angrenzende NSG- und FFH-Gebiet ,Ebbemoore’. Die Beeinträchtigung des Landschaftsbildes und die Fernwirkung der Anlagen werde als besonders gravierend eingestuft. Hinsichtlich des Artenschutzes bestünden erhebliche Bedenken. Die Vorbelastung des Raumes durch die Autobahn rechtfertige keine beliebige weitere Bebauung. 

Gerade im Hinblick auf das FFH-Gebiet bestehe eine Verantwortung, weitere Verschlechterungen zu vermeiden. 

Der Beirat bei der Unteren Naturschutzbehörde fasste den ablehnenden Beschluss mit acht Stimmen, vier Gegenstimmen und einer Enthaltung.

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