Löher Weg: Arbeiten geraten ins Stocken

Bis hierhin ist er fertig, der sanierte Löher Weg: von der Bergstraße bis zur Weidenstraße. -  Foto: Helmecke

Meinerzhagen - Am Löher Weg geraten die Arbeiten ins Stocken. So wie es momentan aussieht, geht es dort zunächst nicht weiter.

„Die Steigerung der Kosten im Bereich des Kanalbaus hat uns doch sehr überrascht“ erläutert Fachbereichsleiter Jürgen Tischbiereck im Gespräch mit der MZ am Dienstag zu den Gründen. Etwa doppelt so hoch liegen diese bei den zwei im Rahmen einer Ausschreibung abgegebenen Angeboten im Vergleich zum ersten Bauabschnitt. Dieser war im vergangenen Jahr an der Kreuzung Bergstraße beginnend bis zur Kreuzung Weidenstraße gestartet und zum Beginn dieses Jahres endgültig fertiggestellt worden (die MZ berichtete).

Von der insgesamt rund 1,8 Millionen Euro teuren Maßnahme (für beide Abschnitte) gab die Stadt dafür bisher rund 425 000 Euro für den Straßenbau und rund 350 000 Euro für den neuen Kanal aus. Bei etwa gleichen Konditionen waren demnach für den zweiten Abschnitt bis zum Abzweig Himbergstraße/Höltchen mit den verbleibenden rund 1,1 Millionen noch ausreichend Mittel im diesjährigen Haushalt veranschlagt.

„Wir haben beim Straßenbau mit der Ausschreibung ungefähr die Summe erreicht, allerdings ist der Kanalbau fast doppelt so teuer wie beim ersten Abschnitt“, so Tischbiereck. Fazit aus dieser Misere: Die Stadt hat die Ausschreibung aufgehoben und muss jetzt überlegen, wie es weitergeht.

Offensichtliche Gründe für die Verteuerung sieht man bei der Stadt nicht. Denn wie bereits in der Bürgerversammlung Anfang 2016 den Anliegern mitgeteilt, sind die bautechnischen Vorgaben auf der gesamten Strecke nahezu gleich. Daher hatte man sich auch dazu entschieden, die Abrechnung der Kosten nach dem Kommunalabgabegesetz nicht abschnittsweise vorzunehmen, sondern erst am Ende der Gesamtmaßnahme. Wann das sein wird, kann im Rathaus im Moment noch niemand konkret sagen. Ein Umstand, der auch auf die Kostensteigerung zurückzuführen ist. „Einige Unternehmen nutzen die derzeitig gute Auftragslage und bedienen zunächst mal die einfacheren Projekte“, sinniert Jürgen Tischbiereck. Gemeint sind damit solche Baustellen, bei denen ohne großen logistischen Aufwand – zum Beispiel bei der Verkehrslenkung, der Versorgungssicherheit der Anlieger und den allgemeinen Sicherheitsaspekten – „einfach gebaut“ werden kann.

Beim weiteren Fortgang der Angelegenheit steht nun an oberster Stelle, bei einer etwaigen erneuten Ausschreibung solche Konditionen erzielen zu können, wie beim ersten Abschnitt. Nicht zuletzt die Tatsache, dass auf dieser Basis die Beitragshöhe für die Anlieger überschlägig ermittelt wurde, spielt dabei eine Rolle. „Rechnen sie bitte mit höchstens vier, eher aber mit weniger Euro pro Quadratmeter“, hatte Susanne Richter von der Stadt den Besuchern der Einwohnerversammlung im April 2016 gesagt. Ein Betrag, dessen Höhe natürlich nur Bestand hat, wenn sich zukünftig doch noch eine „moderate“ Auftragssumme ergeben sollte.

Und: Erst wenn diese im Rahmen einer erneuten Ausschreibung feststeht und die Mittel im Etat bereitstehen, wird es auf dem Löher Weg weitergehen.

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