Noch keine Lösung in Sicht für Herberge Valbert

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Für die Valberter Herberge ist noch keine Lösung in Sicht. Der Schandfleck bleibt wohl zunächst noch erhalten.

Valbert - Eingehüllt von den Schneemassen, sah sie in der vergangenen Woche fast idyllisch aus: Die Ruine der Valberter Herberge, mitten im Ebbedorf. Nun aber, nachdem der Schnee weggetaut ist, kommt auch wieder das ganze „optische Elend“ des total heruntergekommenen Gebäudes zum Vorschein.

Aktivitäten am Gebäude gab es nur kurzfristig Ende des vergangenen Jahres. Da hatte nämlich der Märkische Kreis den Eigentümer zu Sicherungsarbeiten am Gebäude aufgefordert. Die Reaktion darauf war, dass die Giebelwand und der Dachstuhl des vorderen Gebäudeteils eingerissen und ein neuer Absperrzaun aufgebaut wurde (Meinerzhagener Zeitung berichtete).

Die seit gut zwei Jahren vorliegende Abbruchgenehmigung für den gesamten Gebäudekomplex nutzte der Eigentümer bisher nicht. Nicht zuletzt, weil ein Erhalt des Gebäudes wirtschaftlich nicht zumutbar und eine Nachnutzung nicht sinnvoll darstellbar war, hatten die beteiligten Behörden – trotz der historischen Bedeutung des Gebäudes – der Erteilung der Genehmigung zugestimmt.

Zurzeit auch keine Bewegung gibt es in den Verkaufsverhandlungen des Eigentümers mit der MBG. Über diese hatte sich Mitte des vergangenen Jahres Geschäftsführer Oliver Drenkard gegenüber der MZ kurz geäußert. „Wir haben bereits mehrere Verhandlungsgespräche geführt. Die MBG ist an dem Grundstück interessiert." Dabei erläuterte er auch, dass über das eigentliche Kaufinteresse hinaus noch keine konkreten Pläne für eine mögliche Bebauung vorlägen.

„Unser Angebot liegt weiterhin auf dem Tisch, jetzt liegt es am Eigentümer, wie es weitergehen soll“, stellt Oliver Drenkard Anfang dieser Woche den Sachstand dar.

Einflussmöglichkeiten der Stadt, den Zustand an der Ebbestraße zu verbessern oder die Angelegenheit zu beschleunigen, gibt es nicht. Diese beschränken sich in diesem, wie in weiteren Fällen, lediglich auf sicherheitsrelevante Umstände.

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