Erkrankte Linden am Friedhof in Valbert gefällt

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Ohne Mühe versenkt Georg Cordes seinen Unterarm bis zum Ellenbogen im faulen Baumstamm.

Meinerzhagen - Am Montag wurden auf der Zufahrt zum Evangelischen Friedhof in Valbert „In den Bäumen“ vier Linden gefällt. Die Kirchengemeinde hatte die Firma Cordes aus Kirchhundem mit den Arbeiten beauftragt, weil die Bäume laut Küster Rüdiger Tepel „in sehr schlechtem Zustand“ waren.

Von Alisa Vedder

Einmal pro Jahr werden die Bäume an der Zufahrt kontrolliert. Als bei einer Routine-Untersuchung vor drei Wochen Brandkrustenpilz festgestellt wurde, musste die Gemeinde schnell handeln. Die Gefahr bestand, dass die Bäume demnächst auf den Weg gefallen wären.

Brandkrustenpilz kaum zu erkennen

„Der Brandkrustenpilz dringt von außen in den Baum ein und zersetzt ihn von innen. Dass der Baum vom Pilz befallen ist, kann ein Laie nicht erkennen“, sagt Baumpfleger Georg Cordes, der von 7.30 bis 15.30 Uhr mit den Fällungen beschäftigt war.

Wie marode die vier Linden tatsächlich waren, demonstrierte Cordes auf beeindruckende Art und Weise. Er steckte seinen Unterarm in den Stumpf eines gefällten Baums. Dieser rutschte ohne Widerstand bis zum Ellenbogen hinein. „Das sollte eigentlich die härteste und stabilste Stelle sein.“

Der Evangelischen Kirchengemeinde gehört das Friedhofs-Gelände und somit ist sie auch für die Verkehrssicherheit zuständig. Küster Rüdiger Tepel sagt: „Hier gehen jeden Tag Kinder zum Kindergarten und Bürger zum Friedhof. Das Risiko, die Bäume noch länger stehen zu lassen, wollten wir nicht eingehen. Deswegen haben wir entschieden, sie sofort zu fällen.“

Bei Pilzbefall dem Tod geweiht

Die Linden waren ungefähr 80 bis 100 Jahre alt. „Einmal vom Pilz befallen, sind die Bäume dem Tod geweiht. Wie der Brandkrustenpilz in den Baum gelangt ist, weiß ich nicht. Möglich sind Straßen-Arbeiten, Spuren vom Winterdienst oder Anfahr-Schäden. Alles, was die Rinde angreift“, sagt Cordes.

Die nächsten Kontrollen finden im Herbst statt. Das Holz der gefällten Linden hat keinen Nutzwert mehr. Es wird im Heizkraftwerk verfeuert.

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