Elterntaxi-Haltezonen werden kaum angenommen

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So soll es sein: Das Abholfahrzeug fährt vor, die Schulkinder können ein- oder aussteigen und zur Schule gehen oder nach Schulschluss mit Hause fahren.

Meinzerhagen - Bauliche Veränderungen, Markierungen und Schilder zeigen noch keine ausreichende Wirkung. Unbelehrbare Elterntaxi-Fahrerinnen und -Fahrer sorgen trotz „Hol- und Bringzonen“ immer noch für angespannte Verkehrssituationen am Schulzentrum auf der Wahr.

Die Gefährdung der Kinder wäre ein leicht vermeidbarer Umstand, erfordert aber ein geordnetes und sinnvolles Verhalten beim Schülertransport. Schon zu Beginn des in dieser Woche endenden Schuljahres war das landesweit und konkret an der Grundschule Auf der Wahr ein Thema: Die angespannten und teilweise gefährlichen Verkehrssituationen zum Schulbeginn und -ende – zu den Zeiten also, an denen die Schüler mit dem Auto zur Schule gefahren werden. 

Und dabei muss es offensichtlich oft eine Punktlandung direkt vor der Eingangstür des Schulgebäudes sein. An der Grundschule Auf der Wahr wollte man dem im September 2018 etwas entgegensetzen. „Hol- und Bringzone“ hieß damals Zauberwort. Also Treffpunkte, an den die mitfahrenden Kinder gefahrlos ein- und aussteigen können und eine vertretbare Strecke bis zur Schule zu Fuß bewältigen müssen. 

Brief des Schulträgers an die Eltern 

Die in einem Brief an die Eltern zum Thema ausgesprochene Empfehlung des Schulträgers, ihre Kinder an der Stettiner Straße/Heerstraße/Schützenplatz aussteigen zu lassen, zeigte allerdings keine nachhaltige Wirkung. Letztendlich waren es die von den benachbarten Anliegern der Schule vorgebrachten Beschwerden, die Ende September aus der Angelegenheit eine „Chefsache“ des Bürgermeisters werden ließen. Fortan beschäftigten sich verschiedene Organisationen und Behörden gemeinsam mit der Problemstellung und suchten, auch unterstützt durch die Fachleute des „Zukunftsnetzes Mobilität NRW“, nach Lösungen. 

Am Ende stand dann durch die Bekanntgabe im Fachausschuss im Frühjahr ein ganzes Maßnahmenbündel, darin auch die nun aktuellen Regelungen vor Ort. „Wir haben vonseiten der Stadt, zum Teil gemeinsam mit der Polizei, die Situation nach Einführung der neuen Regelungen vor etwas mehr als vier Wochen mehrfach beobachtet. 

Es ist noch Luft nach oben

Unser Ergebnis daraus: Bis zum Erreichen einer im Wesentlichen optimalen Lösung ist noch Luft nach oben. Ohne eine strukturelle, pädagogische Begleitung für die Kinder und ihre Eltern, wie sie nach den Sommerferien vorgesehen ist, wird das gesteckte Ziel nicht erreichbar sein“, sagt Heinz-Gerd Maikranz, zuständiger Fachbereichsleiter. Bei den Beobachtungen unserer Redaktion zeigte sich übrigens ein ähnliches, teilweise ernüchterndes Bild. 

So gab es bei der „Elterntaxi-Haltezone“ an der Heerstraße an mehreren Tagen gar keine Nutzung. An der Stettiner Straße, aber auch an der einfacheren Variante an der Königsberger Straße nutzte man die Bereiche nicht nur zum Anhalten für den Ein- oder Aussteigevorgang. Vielmehr wurde dort häufig auch geparkt, um dann die Kinder zu Fuß zur Schule zu begleiten.

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