Am Bauhof steht ein zweites Salz-Silo

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Am Bauhof wurde das zweite Salzsilo errichtet. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Am vergangenen Donnerstag und Freitag konnte das neue Holzsalzsilo auf dem Bauhofgelände aufgestellt werden. Mit rund 250 Tonnen liegt sein Fassungsvermögen 50 Tonnen höher, als bei seinem in direkter Nachbarschaft stehenden „Silo-Bruder“.

Insgesamt können ab dieser Woche somit 450 Tonnen Salz gelagert und direkt in die Streufahrzeuge abgefüllt werden. Bis zum Einfüllen des Streusalzes, muss der Silo-Innenraum allerdings noch abtrocknen.

Unter der Anleitung von Thomas Otto, Richtmeister der Firma Holten Holzbau aus dem bayerischen Brannenburg, montierten vier Bauhofmitarbeiter in den vergangenen Tagen die Standfüße aus Stahl und die Schüttanlage.

Danach setzten sie im Inneren des extra errichteten Rundgerüstes, den circa vierzehn Meter hohen Silo-Turm aus Holz zusammen.

Durch diese „Eigenleistung“ konnten die Kosten um rund 10 000 Euro gesenkt werden.

„Am Ende werden die Gesamtkosten, inklusive der, von der Meinerzhagener Firma Gehlhausen errichteten Fundamentsockel, etwa 90 000 Euro betragen“, so Michael Adolph, technischer Leiter des Baubetriebshofs Meinerzhagen.

Gemeinsam mit seinem „kaufmännischen Kollegen“ Frank Markus beobachtete er am Freitag den spannendsten Teil der Baumaßnahme.

Nachdem einen Tag zuvor mit zwei Mobilkränen der Metallsockel auf die Fundamente gesetzt und direkt danach mit mächtigen Schrauben befestigt wurde, musste der „Silo-Turm“ aufgesetzt werden. Vorher wurden noch die Füllleitung und die Aufstiegsleiter befestigt.

„Das war Maßarbeit“, so die knappe, aber zutreffende Bewertung von Michael Adolph über das zentimetergenau Einschwenken des Holzkolosses und das Absetzen auf dem Untergestell mit Hilfe eines Mobilkranes.

Nach gut zwei Stunden konnte Thomas Otto mit seinen Mitstreitern mit den Restarbeiten beginnen. Ziel der Mannschaft hierbei: „Bis Samstagmittag sind wir fertig“!

„Die ersten 250 Tonnen Salz sind bereits geordert“, erläutert Frank Markus mit dem Hinweis, dass aber erst eingefüllt wird, wenn der Innenraum des Silos trocken ist.

Zusammen mit den weiteren Optimierungsmaßnahmen beim Streumitteleinsatz, wie zum Beispiel einer kleinen Lagerhalle für Streugranulat und einer „Notfallvereinbarung“ mit einem weiteren Salzlieferanten, sind Michael Adolph und seine Mitstreiter besser für die kommende Wintersaison gerüstet als bisher. Probleme wie im vergangenen Winter sollten somit im wahrsten Sinne des Wortes „Schnee von gestern sein“ und auch bleiben.

Für rund 150 Kilometer Gemeindestraßen sind die Einsatzkräfte des Meinerzhagener Bauhofes zuständig. Hinzu kommen Kreis-, Land- und Bundesstraßen, die vom Märkischen Kreis oder dem Landesbetrieb Straßen NRW versorgt werden. Mit neun städtischen Fahrzeugen (fünf Groß- sowie vier Kleinfahrzeuge) und 24 Mitarbeitern, sorgen sie so gut wie möglich dafür, dass wir eine „freie Fahrt“ haben. Unterstützung erhalten sie dabei von Privatunternehmen, die den Winterdienst im Auftrag der Stadt auf bestimmten Strecken (zumeist im Außenbereich) erledigen. ▪ jjh

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