Meinerzhagener Baugesellschaft investiert

Schandfleck verschwindet - Häuser im Zentrum werden saniert

So sollen die Häuser Hauptstraße 27 – 29 nach der Sanierung einmal aussehen.
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So sollen die Häuser Hauptstraße 27 – 29 nach der Sanierung einmal aussehen.

Die Häuser Hauptstraße 27 und 29 sind keine Aushängeschilder für die Stadt. Im Zentrum Meinerzhagens gelegen, tragen sie mit ihren tristen Fassaden nicht zu einem freundlichen Gesamtbild bei. Das soll sich bald ändern.

Meinerzhagen – Nachdem die Gebäude 2019 zum Verkauf standen, schlug die Meinerzhagener Baugesellschaft (MBG) zu und erwarb die Häuser. Jetzt wird renoviert.

Gebäude unter Denkmalschutz

Oliver Drenkard, Geschäftsführer der MBG, betont die Bedeutung der unter Denkmalschutz stehenden Immobilien: „Aufgrund der Tatsache, dass die betreffenden Gebäude sehr stadtbildprägend sind, eine hohe Bedeutung für die Innenstadt haben und die Erfahrungen in der jüngeren Vergangenheit mit dem Umfeld eher negativ waren, war der MBG daran gelegen, im Interesse einer positiven Innenstadtentwicklung dieses Gebäudeensemble einer geordneten Entwicklung, Sanierung und Nutzung zuzuführen.“ Letzteres ist bereits gelungen. Im Edgeschoss soll die Awo einziehen, dort wird eine U-3-Kindertagespflege eingerichtet. Die war bisher am Prumbomweg untergebracht, wo nach dem Umzug mehr Platz für die Familienberatung geschaffen wird. Außerdem ist geplant, ein Beratungsangebot zur U-3-Großtagespflege, eine Betreuung in Kleingruppen, einzurichten. Drenkard: „Dadurch werden die selbstständigen Tagespflegekräfte im oberen Volmetal beraten, geschult und unterstützt. Die obere Hauptstraße wird durch ein qualitativ hochwertiges Angebot aufgewertet.“

Awo zieht ins Erdgeschoss

Durch die Awo-Angebote sind die beiden Erdgeschosse also belegt, bleiben noch die sieben Wohnungen in den oberen Etagen. „Sie waren teilweise bereits seit vielen Jahren unbewohnt und in einem sehr desolaten Zustand“, berichtet Oliver Drenkard, der dort nun „attraktive Stadtwohnungen“ entstehen lassen will.

Der MBG-Chef erläutert Details zu den Planungen: „Dazu werden die Gebäude umfassend saniert und im rückwärtigen Teil mit Balkonen ausgestattet. Die Balkonbauten gab es schon einmal in der wechselvollen Geschichte der Gebäude. Daran soll wieder angeknüpft werden.“ Sämtliche Planungen seien mit der Stadt Meinerzhagen und der Denkmalschutzbehörde abgestimmt und zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht worden, fügt Drenkard hinzu. „Die MBG will mit dem Projekt wegweisende, wertvolle Impulse für die Stadtbildgestaltung von Meinerzhagen setzen“, sagt der MBG-Geschäftsführer.

„Nur gute Erfahrungen mit MBG“

Auch die Awo ist mit der Lösung zufrieden und froh, dass die MBG die Häuser gekauft hat und aufwerten will: „Mit der MBG haben wir nur gute Erfahrungen gemacht und wir sind froh, einen solchen Partner zu haben“, sagte der Meinerzhagener Rainer Schmidt, stellvertretender Vorsitzender des Awo-Unterbezirkes Hagen-Märkischer Kreis.

Lillian Tanzius vom Awo-Kindertagespflegebüro am Prumbomweg und mit der Leitung und Koordination im Märkischen Kreis beauftragt, freut sich ebenfalls: „Die Kindertagespflege in Meinerzhagen ist sehr gut aufgestellt und der Bedarf ist groß. Das ist wirklich eine gute Sache.“

Zahlen und Fakten

Die Grundstücksgröße der Gebäude beträgt insgesamt 605 Quadratmeter. Sieben Wohneinheiten werden saniert und anschließend als Zwei- bis Drei-Zimmer-Wohnungen vermietet. Infos dazu gibt es für Interessenten bei der Meinerzhagener Baugesellschaft. Die gesamte Wohnfläche beträgt 475 Quadratmeter. Geplanter Baubeginn ist in diesem Frühjahr, Abschluss der Arbeiten soll im Frühjahr 2022 sein. Die voraussichtlichen Investitionskosten betragen 1 950 000 Euro.

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