Baugesellschaft saniert Wohnungen

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Drei Mehrfamilienhäuser stehen noch aus – doch anhand der bereits sanierten Gebäude ist erkennbar, wie sich allein die Fassaden verändern.

Meinerzhagen - Die Bewohner freuen sich auf ruhigere Zeiten, die Verantwortlichen der Meinerzhagener Baugesellschaft (MBG) über das absehbare Ende eines Großprojekts: Die Sanierungsbaustellen an den Gebäuden der Gesellschaft sollen spätestens zum Winter abgebaut sein, der Alltag soll an der Dränkerkampstraße wieder einkehren.

„Natürlich bedeutete die Sanierung für die Anwohner manches Mal Einschränkungen. Da haben wir schon einiges abverlangt“, räumt MBG-Geschäftsführer Oliver Drenkard ein. Doch nachdem die ersten Häuser bereits im Jahr 2010 auf den heutigen Stand der Technik gebracht worden waren, habe sich der Sinn dieser Maßnahme unter den Nachbarn schnell herumgesprochen.

Das Projekt, das in diesem Jahr die Häuser mit den Nummern 7-11, 13-15 und 17-19 vorsah, umfasste zahlreiche Einzelmaßnahmen, die den heutigen Energieeffizienz-Anforderungen entsprechen sollen: Unter anderem wurden Fenster und Türen ausgetauscht, Rollläden eingebaut, Fassaden und Dächer gedämmt, Heizanlagen und Elektroinstallation erneuert, aber auch Balkone vergrößert beziehungsweise erstmalig angebaut.

Auf den ersten Blick also viele Verbesserungen – doch die Skepsis unter den Mietern war zunächst groß, denn dies alles geht mit einer Mieterhöhung einher: Diese beträgt laut Drenkard 1,25 Euro pro Quadratmeter. Dies entspreche – je nach Wohnungsgröße – einer Steigerung zwischen 25 und 31 Prozent, so dass die Grundmieten der MBG dann bei circa 6,20 Euro pro Quadratmeter lägen. „50 Prozent der Mietpreiserhöhung sind aber Warmmietenrelevant“, betont Oliver Drenkard. Sprich: Durch geringere Energiekosten infolge besserer Dämmung belaufe sich die Mehrkosten laut MBG pro Quadratmeter auf etwa 65 Cent.

Einer, der die Sorgen der Mieter unmittelbar spürte, war der Lüdenscheider Architekt Reiner Domröse, der es immer wieder mit den Ängsten und manches Mal auch mit dem Ärger der Bewohner zu tun bekam. „Insgesamt waren alle am Ende aber froh, als sie das Ergebnis gesehen haben“, sagt Domröse. Und nach der erfolgreichen Sanierung der ersten Häuser an der Straße habe man sogar eine Art „Sanierungsdruck“ seitens mancher Mieter erfahren.

Wenngleich das Projekt „Dränkerkampstraße“ mit den dort 207 Wohneinheiten beendet wurde, ist an ein Ende der Sanierungsmaßnahmen im MBG-Bestand aber nicht zu denken. „Wir haben hier nun 14 Prozent unseres Gesamtbestandes saniert. Aber natürlich wollen wir Zug um Zug auch weitere Wohnungen erneuern“, sagt Geschäftsführer Oliver Drenkard. Als nächstes sei etwa eine Modernisierung in den Häusern an der Haarbrinkstraße vorstellbar. „So weit sind wir in den Planungen aber noch nicht.“

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