Mietwohnungen aus den 60er Jahren werden modernisiert

Bis zum Wintereinbruch sollen die umfangreichen Modernisierungsmaßnahmen an den nächsten beiden Mietwohnungs-Komplexen der Baugesellschaft an der Dränkerkampstraße beendet sein.

MEINERZHAGEN - „Die Maßnahme läuft voll nach Plan. Wir sind hochzufrieden und gehen fest davon aus, dass wir im Zeitplan bleiben und bis Oktober und damit noch rechtzeitig vor dem Winterbeginn fertig werden“ freut sich Oliver Drenkard.

Der Geschäftsführer der Meinerzhagener Baugesellschaft informierte auf MZ-Anfrage über den erfreulich zügigen Fortgang der Modernisierungsarbeiten in der Dränkerkampstraße – eine der älteren Wohnstraßen mit Mietwohnungen, die noch aus den 1950er und 1960er Jahren stammen.

Die Meinerzhagener Baugesellschaft (MBG) investiert im laufenden Jahr die stolze Summe von rund zwei Millionen Euro in Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen für ihren rund 1400 Einheiten umfassenden großen Mietwohnungsbestand in der Volmestadt. Ein besonderer Schwerpunkt bleibt dabei die sogenannte „energetische Sanierung“, durch die Einspareffekte von über 50 Prozent bei den Heizkosten erzielt werden können.

Als größte Einzelmaßnahme mit einem Volumen von rund 970 000 Euro wird dabei die energetische Sanierung und Modernisierung im Bereich der Dränkerkampstraße fortgeführt. Beginn der umfänglichen Sanierung war hier schon 2009 mit den ersten neun Häusern und insgesamt 63 Wohnungen. Das wurde 2011 zunächst im talseitigen Bereich mit weiteren sechs Gebäuden und 45 Wohneinheiten abgeschlossen. Insgesamt wurden in diesen drei Jahren dafür rund fünf Millionen Euro aufgewendet.

In diesem Jahr geht es nun an den Gebäude-Bestand auf der Nordseite. Hier werden zurzeit weitere 24 Wohnungen in den Gebäuden mit den Hausnummern 29, 31, 33 und 35 nach dem gleichen Muster sozusagen rundum erneuert.

Vorab waren im Rahmen einer Mieterversammlung die Betroffenen über die Details der Maßnahme ausführlich informiert worden. Geschäftsführer Oliver Drenkard stieß dabei auf ein „erfreulich hohes Maß an Zustimmung“ aus der Mieterschaft. Dazu trug wohl auch bei, dass anhand von konkreten Daten und Fakten der zu erwartende Einspareffekt im Bereich der Heizkosten veranschaulicht werden konnte. Die mit der Sanierungsmaßnahme verbundene Erhöhung der Grundmiete um 1,25 Euro pro Quadratmeter und Jahr werde, so betont Drenkard, „je nach Berechnungsmethode bereits zwischen 49 und 50 Prozent sofort durch die Heizkostenersparnis kompensiert, mittelfristig sogar überkompensiert.“

Als Beleg für diese Aussage können die mit den schon sanierten Gebäuden gemachten Erfahrungen herangezogen werden. So konnte bei den Gebäuden Dränkerkampstraße 18 bis 34 bei der Heizkostenberechnung eine Reduzierung des Energieverbrauchs für die Heizung von durchschnittlich 155 kWh pro Quadratmeter im Jahr 2008 auf nur noch 77 KWh 2010 im ersten Jahr nach erfolgter Sanierung festgestellt werden.

Zwei Hauptziele hat sich die Baugesellschaft mit diesem Pilotprojekt gestellt und inzwischen auch schon zu gut der Hälfte des hier vorhandenen Wohnungsbestandes erfolgreich umgesetzt: Die Maßnahmen sollen zum einen dabei nachhaltig die Einsparung von Energie bewirken. Und zweitens im Weg einer „klassischen“ Modernisierung: So sollen die Maßnahmen auch den Gebrauchswert der Wohnungen spürbar erhöhen und die allgemeinen Wohnverhältnisse auf Dauer verbessern. Das kommt offenbar bei den Mietern gut an. „Wir werden das Projekt auch 2014 fortsetzen“, so Denkard. - Von Horst vom Hofe

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