Baubetriebshof für Schnee und Eis gerüstet

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Im Stadtgebiet zeugen letzte Schneereste von den „weißen Chaostagen“ zwischen November und Januar.

MEINERZHAGEN ▪ Aufatmen im Baubetriebshof: Streusalz ist wieder auf Lager. „Wir haben 85 Tonnen davon bekommen“, freut sich auch der technische Leiter der Einrichtung, Michael Adolph. Damit ist man für den nächsten Wintereinbruch gerüstet – allerdings nicht für einen längeren Zeitraum.

Denn: In „Spitzenzeiten“ wurden in diesem Winter schon einmal etwa 40 Tonnen an einem Tag im Meinerzhagener Stadtgebiet gestreut.

Weil Streusalz nach den Erfahrungen der vergangenen Wochen schnell Mangelware werden kann und man im Baubetriebshof nicht damit rechnet, in den nächsten Wochen noch einmal eine Lieferung zu bekommen, ist haushalten angesagt. Michael Adolph: „Wir mischen Lavagranulat unter und strecken unsere Vorräte so.“ Lava hat gegenüber herkömmlichem Splitt auch einen großen Vorteil: „Es wird im Laufe der Zeit zu Staub zerfahren. Wenn es dann regnet, wird es von den Straßen gespült“, weiß Adolph. Scharfkantiger Splitt hingegen muss von Kehrwagen aufgenommen und entsorgt werden, oder er landet ebenfalls – zumindest teilweise – in der Kanalisation. „Dort ist er allerdings unerwünscht. Durch Splitt können sogar Plastikrohre beschädigt werden, anders als bei Lava“, erläutert Adolph.

Das Streusalz konnte der Baubetriebshof dank bestehender Verträge übrigens zu vernünftigen Preisen erwerben. Und das ist zurzeit keine Selbstverständlichkeit. Statt der üblichen 70 bis 80 Euro pro Tonne Salz flatterten in diesem Winter schon Angebote auf Adolphs Schreibtisch, in denen das zwölf- bis 14-fache verlangt wurde. ▪ beil

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