Ihnewiesen in Valbert: Baubeginn

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Umfangreiche Erdarbeiten sind notwendig, um den Bereich neu zu gestalten. ▪

VALBERT ▪ Angefangen hatte alles damit, dass die Firma VKV im Jahr 2007/08 im Ebbedorf ihren Betrieb eingestellt hat. Der im Anschluss hieran erfolgte Abbruch des Firmengebäudes und die Errichtung eines Discountermarktes bewog die Verwaltung dazu, das Gelände bis an den Potsdamer Platz zu „überplanen“. Kürzlich war Baubeginn.

Neben eigenen Ideen der Fachleute im Rathaus, in die auch Anregungen und Vorstellungen von „außen“ einbezogen wurden, hatte damals auch die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Meinerzhagen ihre Ideen vorgelegt.

Dazu gehörten unter anderem die Renaturierung des Ihnebaches und die Ausweisung der an die Straße Piepenströtken angrenzenden Flächen als Mischgebiet. Ebenfalls wurde die Errichtung eines Parkplatzes vorgeschlagen und der Wunsch nach einem Spielplatz formuliert. Mögliche Grünflächen sollten nach den Vorstellung der CDU mit Wegen und Bänken versehen werden.

Der damalige Baudezernent Gerd Schriever erläuterte im Fachausschuss hierzu: „Unsere Überlegungen gehen in eine ähnliche Richtung. Wir haben bereits notwendige Grundstücksflächen erworben, um die endgültige Planung auch später umsetzen zu können.“ Dabei wies er darauf hin, dass „nach Vorstellung der Verwaltung, ein Parkplatz an die in diesem Bereich vorhandene Schreinerei angrenzen könnte, dessen Zufahrt über eine Rampe von der Ihnestraße erfolgen kann“. Ebenfalls sollte der Plan die Zulassung von kleinen Gewerbebetrieben in diesem Bereich ermöglichen.

Derzeit steht das formelle Verfahren des Bebauungsplanes vor seinem Abschluss, sodass ein Inkrafttreten für das erste Halbjahr 2013 als wahrscheinlich erscheint.

Da die für die Renaturierung des Ihnebaches und die damit zusammenhängende Umgestaltung der Ihnewiesen notwendige Genehmigung nach dem Wasserhaushaltsgesetz bereits seit einiger Zeit vorliegt, konnte in der vergangenen Woche mit den Arbeiten begonnen werden. Etwa 125 000 Euro dürfte diese Maßnahme nach den Berechnungen der Fachleute im Rathaus und des mit der Planung beauftragten Planungsbüros kosten.

„Da wir auch die verbindliche Förderzusage für die Maßnahme vorliegen haben, konnten wir die Arbeiten ausschreiben und nach der erfolgten Submission am 10. Oktober den Auftrag an die Firma Straßen- und Tiefbau aus Kirchhundem, vergeben“, so Fachbereichsleiter Jürgen Tischbiereck.

Beinahe 80 Prozent der Kosten, also rund 100 000 Euro, fließen durch die Förderung der Maßnahme in den städtischen Haushalt zurück.

Durch die Arbeiten soll die Ihne, die im Ebbedorf zurzeit fast ausschließlich durch Betonrinnen und Rohre fließt und dadurch kaum wahrnehmbar ist, wieder freigelegt werden. „Wir werden die ökologische Verbesserung der Ihne auf dem etwa 200 Meter langen Abschnitt realisieren. Sie wird nach Abschluss der Maßnahme wieder sicht- und erlebbar sein“, so Jürgen Tischbiereck.

Dazu wird ein etwa 60 Zentimeter breites und 20 Zentimeter tiefes Bachbett angelegt. Nach den Berechnungen der Fachleute wird die Ihne auch bei Trockenheit Wasser führen. Eine wechselnde Böschung mit gewässertypischen Bäumen und anderen Pflanzen sowie Wege auf den Grünflächen und eine kleine Holzbrücke, ähnlich der im Stadtpark, sollen für eine – auch optisch – ansprechende Lösung sorgen. Erläutert wurde der abschließende Plan hierfür bereits im letzten Jahr im zuständigen Fachausschuss.

„Ich gehe davon aus, dass wir den größten Teil der Arbeiten noch in diesem Jahr erledigen können“, so Jürgen Tischbiereck. Mit den Arbeiten zur Anlegung des Parkplatzes nebst „Rampe“ soll, sofern die planungsrechtlichen Voraussetzungen vorliegen und die entsprechenden Mittel im Haushalt 2013 bereitgestellt sind, im nächsten Jahr begonnen werden.

Vorgesehen ist die Schaffung von insgesamt 38 Stellplätzen mit einer ansprechenden Begrünung, ähnlich der auf dem Lidl-Parkplatz. Mit der Zuwegung von der Ihnestraße über eine Rampe wird diese Maßnahme einen Kostenrahmen von rund 175 000 Euro umfassen.

Die „Ausgestaltungsdetails“, wie beispielsweise die Frage, mit welcher Oberfläche die Parkboxen hergerichtet werden, sind noch nicht abschließend festgelegt. Hierüber soll zu gegebener Zeit im Rahmen der Auftragsvergabe beraten und entschieden werden. ▪ jjh

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