65 000 Euro für die Sicherheit im Schulzentrum

Den Spalt zwischen Wand und Decke zu verschließen, auch das ist Aufgabe dieser Arbeiter, die derzeit im Obergschoss der Grundschule Rothenstein beschäftigt sind. - Fotos: Beil

Meinerzhagen - Was passieren kann, wenn sich in öffentlichen Gebäuden ein Feuer ausbreitet, zeigte sich am 11. April 1996 in Düsseldorf. Damals starben beim Brand im Flughafen 17 Menschen, 88 wurden verletzt. Seitdem wird noch genauer hingeschaut, wenn es um den Brandschutz beispielsweise in Schulen geht. Das gilt natürlich auch für Meinerzhagen.

Von Jürgen Beil

Die sechswöchigen Sommerferien werden in der Volmestadt seit Jahren genutzt, um größere und kleinere Arbeiten in den städtischen Gebäuden durchzuführen – so auch im Schulzentrum Rothenstein. „Wir widmen uns dort auch Brandschutz-Maßnahmen“, erläuterte Piero Del Casale, Architekt der Stadt Meinerzhagen. Und dabei ist es nicht damit getan, dass neue Brandmelder eingebaut werden, was ebenfalls geschieht. „Im Grundschul-Treppenhaus wird momentan eine ganz neue Brandschutz-Decke eingebaut“, erläuterte der städtische Fachmann. Dabei geht es darum, bei einem Feuer den „Überschlag“ der Flammen vom Treppenhaus auf einzelne Klassen so lange wie möglich hinauszuzögern. „Es gab dort Löcher im Übergangsbereich Wand/Decke. Die werden nach brandschutztechnischen Gesichtspunkten verschlossen“, berichtet Del Casale.

Doch das ist noch nicht alles: Das Schulzentrum Rothenstein ist durch seine Brandmeldeanlage direkt mit der Feuerwehr verbunden – diese Technik wird durch neue Brandmelder optimiert. Auch die Lautsprecher im Gebäude werden erneuert. Im Brandfall kommt auch ihnen eine wichtige Aufgabe zu, schließlich müssen Schüler und Lehrer in den Klassen rasch informiert werden, soll die Schule zügig geräumt werden. Die Ferienzeit am Rothenstein wird aber auch dazu genutzt, Teile der Beleuchtung zu erneuern. Insgesamt werden in das „Gesamtpaket“ 65 000 Euro investiert – der größte Teil davon in Sicherheitsmaßnahmen.

In den Ferien auf die faule Haut legen – das dürfen nur die Schüler. Für Handwerker hingegen bedeutet die Urlaubszeit oft Stress. Nicht immer sind es dabei große Maßnahmen, die in den Schulen zu erledigen sind. „Wir lassen auch viele kleinere Arbeiten durchführen“, erläuterte Del Casale. Als Beispiele nannte er den neuen Gasanschluss in der Musikschule und die Wartung des Hubbodens in der Kleinschwimmhalle an der Genkeler Straße. Doch eines ist sicher: Wenn am Mittwoch, 20. August, die Schule wieder beginnt, werden die Arbeiter längst wieder abgezogen sein.

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