Bauarbeiten und Platzwechsel: Wochenmarkt-Händler ziehen gemischte Bilanz für 2017

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Auf das Jahr 2017 bezogen, fällt die Bilanz der heimischen Markthändler unterschiedlich aus.

Meinerzhagen - Mit gemischten Gefühlen blicken die Händler des Wochenmarktes auf 2017 zurück. Während sich einige zufrieden zeigen, sind die Bauarbeiten im Stadthallenumfeld ein häufig genanntes Problem.

„Gut“ sei das Jahr 2017 gewesen, meint Kurt Schwiersch, der Geflügel-, Lamm- und Wildspezialitäten anbietet. „Seit die Parkplätze geschaffen wurden, ist es okay. Ich denke, dass es auch oben auf dem Platz gut wird.“ In den letzten vier Monaten sei es besser geworden, sagt Simone Hemesath vom Stand der Fleischerei Kriegels.

„Wir sind eigentlich sehr zufrieden“, sagt Obst- und Gemüsehändler Tobias Syrek. Durch die Bauarbeiten habe man eine Durststrecke gehabt. „Wichtig ist, dass die Kunden marktnah parken können, aber das hat sich jetzt etwas entspannt.“

Nadine Hardt, die ebenfalls Obst und Gemüse auf dem Wochenmarkt verkauft, sieht es ähnlich. „Durch die Umstellung mit den wechselnden Standorten war es ein bisschen schwierig.“ Jetzt habe man sich an den neuen Platz gewöhnt. „Wir sind froh, dass die Stammkunden weiter gekommen sind, aber die jungen Leute fehlen halt.“ Es werde Zeit, dass der Stadthallenvorplatz fertig werde und genug Parkplätze da sind. Den Markt müsse man wieder attraktiver machen.

Feinkosthändler Kiamarz Shahi konnte im Jahr 2017 gegenüber dem Jahr davor keine Veränderung feststellen. Konstanz stellt auch Eierverkäufer Wilfried Hardenacke fest. „Seit fast zehn Jahren ist es immer gut gewesen und wir hatten eine feste Stammkundschaft, so war es auch 2017“, sagt er. Er hofft allerdings, dass der Markt im kommenden Jahr wieder belebter wird.

Als „ganz schwach“ bezeichnete dagegen Blumenhändler Bernfried Lollert das zurückliegende Jahr. „Durch die Baumaßnahmen, die wir schon seit drei Jahren haben, waren keine Parkplätze da.“ Der Verkauf sei dadurch um 50 Prozent zurückgegangen. „Das ist heftig“, sagt er. Dadurch, dass inzwischen zumindest einige Parkplätze wieder zur Verfügung stehen, habe sich wenig geändert. „Wir haben das Problem, dass hier auch die parken, die im Ort arbeiten“, erklärt Lollert. „Die nehmen den Kunden dann die Parkplätze weg. Wo keine Parkplätze sind, da wird nicht eingekauft.“

Auch bei Würstchenverkäufer Markus Spanell ist der Umsatz zurückgegangen. „Die Baumaßnahmen haben es uns etwas verhagelt durch den ständigen Wechsel des Standplatzes“, moniert er, blickt aber zuversichtlich ins nächste und übernächste Jahr. „Da holen wir alles wieder raus, was wir dieses Jahr reingebuttert haben.“

Gekauft wurde auf dem letzten Wochenmarkt in diesem Jahr auch gezielt fürs Silvesterfest. „Man merkt schon, dass die Leute etwas mehr einkaufen“, sagt Feinkosthändler Shahi. Häufig werden Zutaten für Raclette und Fondue besorgt. „Hähnchenfilet und Putenschnitzel werden besonders nachgefragt – eben das, was kurz brät“, sagt Kurt Schwiersch. Am Stand der Fleischerei Kriegels wird Fonduefleisch angeboten, noch stärker nachgefragt werden aber andere Spezialitäten. „Es werden sehr viel Rinderfilet, Hackfleisch, Roastbeef und Entrecôte-Steaks gekauft“, sagt Simone Hemesath.

„Es werden mehr Pilze, Brokkoli und Paprika gekauft für Raclette und Fondue, aber auch Orangen und Limetten für Cocktails“, sagt Obst- und Gemüsehändlerin Hardt. Am Stand von Tobias Syrek fragen die Kunden vermehrt nach Tomaten und Champignons. „Die Leute machen viele Salate, die sind gesättigt von Weihnachten und möchten jetzt was Leichtes essen.“

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