90 Felsanker sichern Böschung an der L 709

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Mit dem Bohrer am Ausleger des Baggers werden rund 90 Löcher für die Felsanker hergestellt.

Listertal - Als sich die Planer des Landesbetriebes Straßen.NRW vor gut zwei Jahren mit der Sanierung der L 709 befassten, war eines von Anfang an klar: Die Strecke zwischen Oesterfeld und Hunswinkel wird in zwei Abschnitten bearbeitet.

Nicht nur der finanzielle Aufwand für das rund sieben Kilometer lange Straßenstück war hierfür der Grund. Genauso wichtig war die Tatsache, dass man die Arbeiten ob der zügigeren Abwicklung unter Vollsperrung erledigen wollte.

Beim Bauanfang des ersten Abschnitts, der etwa 4,5 Kilometer lang ist, ging man gegen Ende April von einer gut dreimonatigen Frist bis zur Fertigstellung aus. Im Wesentlichen sollte rund die Hälfte der Straße in dieser Zeit eine komplett neue Oberfläche erhalten. Im restlichen Bereich waren auch Arbeiten am Untergrund vorgesehen. Ebenso stand die Abdichtung zweier Brücken und die komplette Erneuerung der Schutzplanken an.

Während der Arbeiten stellten sich dann die zuvor nicht erkennbar gewesenen Probleme ein. Viele notwendige Auftragserweiterungen kamen hinzu. Der komplette Neubau der Fahrbahntrasse unterhalb der Ortslage An der Hardt war dabei eine besonders zeitraubende Ergänzung. Zusätzlich zu den „normalen“ technischen Anforderungen waren hier die Vorgaben des Natur- und Umweltschutzes im Umfeld des Bachlaufes der Lister maßgeblich.

Seit gut zwei Wochen ist fast alles erledigt. Eine perfekte neue Straße führt seitdem bis zum Abzweig Krummenerl durchs Listertal. An wenigen Stellen fehlen noch die Schutzplanken, die neuen Markierungen und Schilder. Der Grund dafür: Erneut müssen weitere Arbeiten erledigt werden. So muss im Bereich Ingemerterhammer in einem kleinen Abschnitt noch die Böschung stabilisiert werden. Gut einen Kilometer weiter ist allerdings ein größerer Aufwand angesagt. Dort haben die Bauarbeiter auf einer Länge von gut 70 Metern die neue Fahrbahn mit Erdreich abgedeckt. Auf diesem kann derzeit ein Bagger der Firma Feldhaus seiner Arbeit nachgehen. Die besteht darin, für etwa 90 Fels-anker Löcher zu bohren. Danach werden diese eingesetzt, durch einen kleinen Schlauch wird Zement in die Bohrlöcher gespritzt. Nach dem Aushärten wird mit der Montage des Gitternetzes zur Hangsicherung begonnen. Die Entscheidung, diese Arbeiten jetzt direkt durchzuführen, sollte zum einen eine erneute Sperrung des Abschnitts im nächsten Jahr überflüssig machen und zum anderen möchte man hiermit den dann fertigen ersten Bauabschnitt für die Verkehrsregelung während der Arbeiten im zweiten Abschnitt von Krummenerl bis Hunswinkel nutzen können. Ende des Monats will Straßen.NRW die Arbeiten abgeschlossen haben.

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