Finale für ersten Teilabschnitt auf Landstraße 709

Mit dem Pressluftmeißel am Baggergestänge ging es an die Erneuerung der Brückenabdichtung kurz vorm Abzweig in Richtung Wilkenberg. - Fotos: Helmecke

Österfeld - Freie Fahrt auf der Landstraße 709 zwischen Krummenerl und Österfeld ist jetzt in Sicht: „Alles, was an zusätzlichem Arbeitsaufwand anfallen konnte, haben wir jetzt abgearbeitet. Nun kann der Rest wie vorgesehen abgewickelt werden“.

In diesem Resümee der bisherigen Arbeiten zur Sanierung der Landstraße 709 bringt es der Pressesprecher von Straßen.NRW Michael Overmeyer auf Anfrage der Meinerzhagener Zeitung auf den Punkt.

Denn zu den ursprünglichen Arbeiten, die für den ersten gut fünf Kilometer langen Teil von Österfeld bis nach Krummenerl eingeplant waren, sind nicht unerhebliche Ergänzungen hinzugekommen. Und die haben den ursprünglich geplanten Zeitrahmen gesprengt.

Im ersten Bauabschnitt sollte die L 709 eine neue Fahrbahndecke und neue Schutzplanken erhalten. Ebenso waren Arbeiten an der Straßenentwässerung, an den Banketten und an zwei Brückenbauwerken vorgesehen. Arbeiten am Straßenuntergrund hingegen sollten etwa nur auf der Hälfte der Strecke notwendig sein. Dementsprechend war man beim Bauherrn – Straßen.NRW – von einer Bauzeit von rund zehn Wochen ausgegangen. Im Laufe der seit Ende April ausgeführten Arbeiten stellten sich dann die zuvor nicht oder nur mit einem kostenträchtigen Untersuchungsaufwand erkennbar gewesenen Probleme ein (die MZ berichtete).

Neben einfachen Auftragserweiterungen, wie die Verlängerungen der Randeinfassungen von gut 1,2 Kilometern zur Uferbefestigung und/oder besseren Entwässerung, gab es auch den kompletten Neubau der Fahrbahntrasse unterhalb der Ortslage Auf der Hardt.

Zusätzlich zu den „normalen“ technischen Anforderungen, stand der Natur- und Umweltschutz im Umfeld des Bachlaufes der Lister und der umgebenden Bereiche auf dem Arbeitsplan. „Das sind Gegebenheiten für die Ausführung des Auftrages, die man auf der Baustelle als Laie nicht sofort erkennt, die aber den Baufortschritt erheblich verlangsamen können“, weiß Bauleiter Thomas Hochstein im Gespräch mit der MZ zu berichten.

Ende vergangener Woche beobachtete Thomas Hochstein auf der Baustelle das rege Treiben der Arbeiter, die an drei Stellen gleichzeitig tätig waren. Während sich eine Truppe in Häusgermühle die Randbereiche mit der Rüttelplatte vornahm, liefen die Sanierungsarbeiten an den Abdichtungen der Brücken kurz vor dem Abzweig nach Wilkenberg. Dort war ebenfalls schon die Asphalttruppe mit ihrem Fertiger angekommen. Eingebaut wurde zunächst die Tragschicht, die Anfang dieser Woche bis zum „neuen“ Straßenstück (Auf der Hardt) komplett eingebaut sein soll.

„Da an vielen Stellen im Land und unserer Region an Straßen gebaut wird, ist es zeitweilig gar nicht so einfach, genug Material und Transportkapazitäten zu buchen“, erläutert Thomas Hochstein und nennt damit einen weiteren Grund, durch den es immer wieder mal zu Verzögerungen gegenüber der angedachten Planung kommen könne.

Bei dem jetzt für Ende September ins Auge gefassten Schlusspunkt, haben Bauherr und ausführende Firmen noch einen kleinen Puffer eingefügt. Nach Abschluss des Straßenbaus müssen direkt im Anschluss noch die Markierungen aufgebracht und die neuen Schutzplanken auf der gesamten Streckenlänge montiert werden.

Im Frühjahr 2018 soll es dann an die Umsetzung des zweiten Bauabschnitts von Krummenerl bis Hunswinkel gehen.

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