Renaturierung des Ihnebachs

+
Arbeiter der Firma STH montieren die vorgefertigten Teile vor Ort. ▪

Valbert ▪ Seit Mitte Oktober ist die Firma Straßen- und Tiefbau (STH) aus Kirchhundem damit beschäftigt, den Auftrag zur Neugestaltung der Ihnewiese nebst Renaturierung des Ihnebaches in diesem Bereich auszuführen. Mit schwerem und leichtem Gerät wurde dazu das Gelände „modelliert“ und das Bachbett komplett neu angelegt.

Und auch im Moment, der winterlichen Witterung trotzend, gehen die Arbeiten weiter. Davon überzeugte sich Valko Gerber, er ist bei der Stadt Meinerzhagen für die Angelegenheit zuständig, am vergangenen Freitag vor Ort. Mit dabei war auch Bauleiter Michael Tillmann, von der Firma STH.

Auf seinem Tagesprogramm stand neben der „regulären Baukontrolle“ ein besonderer Grund für seine Anwesenheit: Die Montage und der anschließende Einbau eines Hamco-Profiles.

Auch wenn der „Nicht-Fachmann“ auf Anhieb mit dem Begriff wahrscheinlich nichts anzufangen weiß, gesehen hat diese Art der Durchlässe wohl schon jeder.

An der Baustelle Ihnewiese ist bereits ein Beispiel in unmittelbarer Nähe vorhanden. Denn auch der Fußgängertunnel unter der L 539 Am Piepenströtken, ist in dieser Bauvariante errichtet worden.

Beim einem Hamco-Profil werden elastisch im Erdreich eingebettete Rohre aus Hamco-Stahlfertigteilen (Wellstahlrohre) verwendet. Im Vergleich zu herkömmlichen Verrohrungen oder Tunnelbauten, ist mit diesem Bausystem eine wesentlich kostengünstigere und schnellere Bauausführung möglich. Dabei werden die aus Wellstahlrohre vorgefertigten Teile auf der Baustelle mittels Schraubverbindungen montiert.

Eingebracht wird das Hamco-Profil im Eingangsbereich des Fußgängertunnels Piepenströtken. Hier gab es bisher eine einfache Verrohrung für den Ihnebach, über die der Fußweg führte.

„Durch die Wellenform des neuen Profiles wird sich der Ihnebach an seiner Sohle praktisch selbst formen. Natürliche Ablagerunden sind jetzt möglich“, so Valko Gerber auf Nachfrage der MZ.

Etwa vier bis fünf Tage wird der Einbau des Hamco-Profiles dauern, da die Anschüttung des Erdreiches zum Teil von Hand erfolgen muss.

Parallel zu dieser Arbeit wird in den nächsten Tagen der Fußweg über das gesamte Gelände fertiggestellt. „Wir legen den Weg mit einer wassergebundenen Oberfläche an. Also weder gepflastert oder asphaltiert“, so Valko Gerber.

Einen Asphaltbelag bekommt lediglich der Weg über das Hamco-Profil bis zum Tunnel. Hierbei wird es allerdings wegen der dafür notwendigen Temperaturen – mindestens plus 5 Grad – bis zum Frühling dauern. Begehbar ist dieser Streckenabschnitt nach Abschluss der jetzt anstehenden Arbeiten aber auf jeden Fall. Nach Einschätzung der Fachleute sollen die „Hauptarbeiten“ bis zum Ende des Jahres erledigt sein. Bis dahin wird auch noch die geplante Holzbrücke aufgestellt.

Das ehrgeizige Ziel dürfte aber nur erreichbar sein, wenn sich die „Schneelage“ nicht dramatisch verschlimmern wird.

Etwa 125 000 Euro soll die Maßnahme kosten.

Durch eine beinahe 80 prozentige Förderung des Landes fließen davon aber rund 100 000 Euro in den städtischen Haushalt zurück. ▪ jjh

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare