Bahnübergänge bleiben ein Problem in Güntenbecke

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Gleich zwei Bahnübergänge gibt es im Bereich der Ortslage Güntenbecke. Mit Blick auf die Reaktivierung des Personenverkehrs besteht akuter Handlungsbedarf. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Mit Fahrplanwechsel im Dezember 2013 wird auf der Eisenbahnstrecke zwischen Marienheide und Meinerzhagen wieder der reguläre Schienenpersonenverkehr aufgenommen. Die Regionalbahnstrecke 24 wird dann wieder durchgängig von Meinerzhagen bis Köln im Taktverkehr bedient. Absehbar aber ist, dass es die Deutsche Bahn AG trotz eines mehrjährigen Vorlaufs bis zu diesem Zeitpunkt nicht geschafft haben wird, im Bereich der Ortslage Güntenbecke kurz vor dem Tunnel Richtung Meinerzhagen für eine verkehrsgerechte Sicherung der beiden hier kurz aufeinander folgenden Bahnübergänge gesorgt zu haben.

Konsequenz dürfte wohl sein, dass die Personenzüge in diesem Bereich mit maximal Tempo 20 fahren dürfen. Weil die hier betroffene Gemeindestraße Richtung Genkel täglich auch sechsmal von Schulbussen benutzt wird, stellt sich zudem die Frage, ob das als Sicherungsmaßnahme für die beiden Bahnübergänge reicht. Es könnte am Ende so aussehen, wie bereits für einen längeren Zeitraum nach Inbetriebnahme des Streckenabschnitts von Gummersbach nach Marienheide im April 2003. Da musste ein nicht beschrankter Bahnübergang in der Ortslage Kotthausen von dafür abgestelltem Personal mittels Fatterbändern jeweils beim Passieren von Zügen manuell gesichert werden.

Dass dieses Szenario traurige Realität werden dürfte, das zeigte in Beantwortung einer Anfrage von Kurt Vedder (CDU) im Ausschuss für Planung, Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt in dieser Woche Fachbereichsleiter Jürgen Tischbiereck von der Stadt Meinerzhagen auf. Dabei verhehlte er nicht deutlichen Unmut und ein sich mittlerweile bei der Stadt aufgestautes Frustpotential wegen des zögerlichen Vorgehens der Deutschen Bahn. „Wir haben in dieser Angelegenheit oft und leider immer wieder mit unterschiedlichen Ansprechpartnern bei der Bahn gesprochen und verhandelt. Doch wirklich Konkretes ist bis heute nicht auf den Weg gebracht worden“, bedauerte er. Vorgesehen ist, die Gemeindestraße auf die Richtung Marienheide rechts gelegen Seite der Gleise zu verlegen. Damit würden die beiden Bahnübergänge entbehrlich. Knackpunkt dabei bleibt die verkehrliche Anbindung der Ortslage Güntenbecke. So soll der Viadukt in Richtung der Ortschaft von der Durchfahrthöhe vergrößert werden. Offen ist, ob es zumindest provisorisch noch zumindest einen Bahnübergang Richtung der Ortschaft für Einsatzkräfte geben kann. Geklärt werden kann das alles wohl nur durch ein Planfeststellungsverfahren. Das aber braucht in der Regel sehr viel Zeit. ▪ -fe

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