ZOB-Fußgängerbrücke

Stadt macht in Sachen Brücke jetzt mächtig Druck

Ist die Treppe freigegeben, kann endlich auch der provisorische Holz-Bahnsteig abgebaut und der P + R Parkplatz endgültig fertiggestellt werden. - Foto: Helmecke

Meinerzhagen - Als sich Fachbereichsleiter Jürgen Tischbiereck und sein Kollege Markus Schade mit dem Unternehmer Richard Rohlfing trafen, hatten sie den vom Planungsbüro Schlaich Bergermann und Partner erarbeiteten Lösungsvorschlag für die Behebung der Mängel an der Treppenanlage an der Bahnüberführung mit dabei.

Und noch eine wichtige Mitteilung konnten sie dem Unternehmen, das die neue Eisenbahnüberführung errichtet hat, machen. „Wir haben die Firma zur Nachbesserung entsprechend dem Lösungsvorschlag aufgefordert und den Termin für die Erledigung auf den 6. April festgelegt“, so Jürgen Tischbiereck vor Ort im Gespräch mit der Meinerzhagener Zeitung.

Aber nicht nur diese Option, die Treppenanlage zum Mittelbahnsteig endlich nutzen zu können, hält man sich derzeit bei der Stadt Meinerzhagen offen. Direkt einen Tag nach dem „Rohlfing-Termin“, trafen sich die städtischen Ingenieure mit einem weiteren Stahlbauunternehmer. Der Grund für diese Zusammenkunft: ein „Plan B“.

„Wenn die Firma Rohlfing der Aufforderung nicht termingerecht nachkommt, wird sich direkt im Anschluss das andere Unternehmen darum kümmern“, erklärt Jürgen Tischbiereck.

In der Praxis bedeutet das, dass die Stützen der Treppe durchtrennt und anschließend mit einem „Distanzstück“ verlängert werden sollen. Am Ende wird dieses dann zur Einhaltung der von der Bahn geforderten Toleranzwerte (MZ berichtete) führen. Dabei geht es letztendlich um weniger als 20 Millimeter.

Die Kommunalpolitik und auch die Öffentlichkeit war über diese mögliche „Ersatzvornahme“ bereits vor längerer Zeit informiert worden. Und auch im vom Rat verabschiedeten Bauprogramm fanden die Arbeiten bereits Erwähnung – mit den Worten: „Da derzeit davon auszugehen ist, dass das beauftragte Stahlbauunternehmen die Mängel nicht beseitigt, sind diese von Dritten beseitigen zu lassen und (die Mittel, Anmerkung der Redaktion) vom beauftragten Stahlbauunternehmen zurückzufordern“.

Unabhängig von der Tatsache, wer nun endgültig die Arbeiten ausführen werde, sei es Ziel der Stadt, die Brücke Anfang Mai freigeben zu können. „Wir stehen hinsichtlich des zeitlichen Ablaufes mit der Bahn in engem Kontakt. Daher gehen wir davon aus, dass eine Abnahme und dann hoffentlich auch eine Freigabe kurzfristig nach dem Abschluss der Arbeiten erfolgen kann“, so ein leicht optimistischer Fachbereichsleiter Jürgen Tischbiereck.

Kommt dieses so, könne dann auch der provisorische Bahnsteig aus Holz entfernt und der P + R Parkplatz endgültig hergerichtet werden. Dann würde auch das Umfeld optisch dem Anspruch der gelungenen Brückenanlage endlich gerecht.

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