Ab Montag Gehölzpflege an der Landstraße 707

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Von der Kreuzung Auf der Hardt / Ebbestraße bis zur Brücke L 539 wird die Gehölzpflege durchgeführt. ▪

VALBERT ▪ Im Zuge der turnusmäßigen „Gehölzpflege“ an Straßen, soll ab dem kommenden Montag (10. Dezember) an der L 707 (Ebbestraße) ein größerer Bereich der Bäume und Büsche am Straßenrand und im Böschungsbereich stark zurück geschnitten werden. Bei einem Ortstermin in der vergangenen Woche erläuterten Vertreter des Landesbetriebes Straßen NRW vor Ort Art und Umfang der Arbeiten. Anwesend war auch Ortsvorsteher Fred Oehm.

„Es geht uns in erster Linie um die Sicherheit“, so Eberhard Zimmerschied, Abteilungsleiter bei der Regionalniederlassung Südwestfalen in Netphen, zur Begründung der Arbeiten. Dabei führte er aus, dass in den vergangenen Monaten immer wieder Hinweise von Anwohnern über Astbrüche und umgeknickte Bäume bei der zuständigen Straßenmeisterei in Herscheid eingegangen waren. „In diesen Fällen haben wir natürlich sofort gehandelt und die akute Gefahrenquelle beseitigt“, erläutert Zimmerschied.

Ausgeführt werden die Arbeiten vom Engelskirchener Forstunternehmen Abraham. „Die Firma wird unter ampelgeregelter Verkehrsführung im Abschnitt Auf der Hardt / L 707 bis zum Beginn der Brücke über die L 539 das Gehölz auf den Stock setzen“, so Ingo Fries von der Straßenmeisterei in Herscheid. Im Klartext bedeutet dieses: Bäume und Sträucher werden in etwa 20 Zentimeter Höhe abgeschnitten und nicht nur ausgelichtet.

„Das mag für manchen Betrachter eher radikal wirken, ist aber die beste Möglichkeit die vorhandenen Gefahren langfristig zu beseitigen“, betont Zimmerschied. Unterstützt wird er in dieser Argumentation von Carsten Hoffmann. Er ist einer der drei Baumkontrolleure im Bereich der Niederlassung Südwestfalen. Regelmäßig überprüfen diese den Baumbestand auf etwaigen Schäden und halten die Ergebnisse als Nachweis schriftlich fest.

In der Wintersaison ab 1. Oktober, dürfen die Gehölze an den Straßen zurückgeschnitten, geläutert oder auf den Stock gesetzt werden. Für den Landesbetrieb bedeutet das: Zahlreiche größere und kleinere Maßnahmen an Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen müssen durchgeführt und bis Ende Februar des kommenden Jahres abgeschlossen sein. In der vergangenen Saison haben diese landesweit mehr als 23 Millionen Euro für die Pflege an den rund 20.000 Kilometern Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen gekostet.

Häufig kritisieren Anwohner die Pflegearbeiten. Dabei sind negative Auswirkungen auf den Lärm- und Sichtschutz ein oft benutztes Argument. Während das beim Sichtschutz von den Fachleuten in bestimmten Fällen zugegeben wird, spiele der Lärmschutz fast nie eine Rolle. „Für einen effektiven, wirkungsvollen Schutz gegen den Verkehrslärm braucht es heutzutage einen Bewuchs in einem rund 50 Meter tiefen Grünstreifen neben der Fahrbahn“, so Zimmerschied. Unter anderem auch mit dieser, durch technische Überprüfungen gewonnenen Erkenntnis, konnte er auch den Einwand des Ortsvorsteher abwehren. Fred Oehm hatte angeführt, „die Leute wollen das nicht. Das ist ein Lärmschutz für sie“.

Die Maßnahmen der Gehölzpflege berät der Landesbetrieb Straßen NRW grundsätzlich mit den zuständigen Fach- und Naturschutzbehörden, sowie mit den betroffenen Städten und Gemeinden. Dabei bilden die einschlägigen Vorschriften des Gesetzes über Naturschutz und Landschaftspflege den vorgeschriebenen Rahmen für die Ausführung der jeweiligen Arbeiten.

Auch wenn nach Abschluss der Gehölzpflege wohl zunächst im entsprechende Straßenabschnitt sehr „lichte Verhältnisse“ herrschen werden: Angst zu haben, dass dieser Zustand lange anhält, braucht man wohl nicht. „Wenn wir uns anschauen, wie schnell sich die Kyrill-Flächen wieder begrünt haben, dürften die Böschungsbereiche bereits nach spätestens zwei Wachstumsperioden wieder vollständig grün sein“, so Zimmerschied.

Für die Anwohner unterhalb der Böschung, wie beispielsweise am Hardtweg, bringt die bevorstehende Maßnahme auf jeden Fall mehr Sicherheit für Haus und Hof. ▪ jjh

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