Beim Track Day mit fast 1000 PS über die Flugplatzpiste

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Zuschauer und Fahrzeuge auf der Rückfahrspur. Ganz rechts die Startanlage mit den beiden Rennbahnen. 

Meinerzhagen - Verschiedene Einstellungen ausprobieren, auch mal etwas schrauben – und dann hinaus auf die Viertelmeile. Den ersten Track Day für Amateurfahrer in diesem Jahr auf dem Flugplatz nutzten viele der gut 80 Teilnehmer am Sonntag, um ihr Fahrzeug optimal auf die Saison vorzubereiten.

In vier Klassen hatten die Aktiven gemeldet. Fahrzeuge zwischen 200 und knapp 1000 PS gingen zwischen 11 und 18 Uhr auf dem Gelände an den Start. Matthias Freitag und sein Team vom Veranstalter MF-RS 750 aus Dortmund waren auch mit der Zuschauerresonanz zufrieden. Und selbst ein starker Regenschauer am frühen Nachmittag konnte die Organisatoren nicht aus der Ruhe bringen. Eine knappe halbe Stunde ruhte der Rennbetrieb. Dann brauste das ganze Starterfeld, angeführt vom Safety-Car, über die pitschnasse Landebahn, um so das Wasser von der Strecke zu fegen. 

Eine erfolgreiche Aktion: Schnell war die Bahn trocken und die Reifen der Boliden hatten wieder den nötigen Grip. Streckensprecher Sascha Hermann und die Starter-Crew konnten die Renner fortan wieder im Doppel auf die Rennstrecke schicken. Den Zuschauern wurden vor dem Start die Fahrzeuge im Detail vorgestellt. Ob Sauger oder Einspritzer, Allradpower oder klassischer Heckantrieb: Die Fahrer setzten auf ganz unterschiedliche Fahrzeugkonzepte. 

Auch einige Oldies, teils ohne Straßenzulassung, waren im Feld zu finden. Allen Autos gemein war eine weit über die Serie hinausreichende Motorleistung. Dabei überraschte der Fahrer einer ganz alltäglich aussehenden Mercedes E-Klasse, die über deutlich mehr als 900 Pferdestärken und Allradantrieb verfügte. Mit dieser Kombination schaffte der Beschleunigungsspezialist auch auf regennasser Strecke Zeiten von um die neun Sekunden auf der Viertelmeile – am Sonntag ein Top-Wert.

„Ein wenig ist das hier mit einem Bolzplatz für Amateure zu vergleichen, bei dem auch einige Bundesligaprofis mit von der Partie sind“, beschrieb Streckensprecher Sascha Hermann den Charakter des Meinerzhagener Track Days. „Aber gerade das, in Verbindung mit der Nähe zu Fahrern und Autos, macht diese Veranstaltung für Zuschauer so interessant“, betonte der Rennexperte. 

Händler- und Verpflegungsstände rundeten das Angebot am Sonntag ab. Während bei klassischen Beschleunigungsrennen meist aus dem Stand gestartet wird, ging es in Meinerzhagen mit etwas Anlauf in die Sprintduelle. Beim fliegenden Start nehmen die Piloten auf den ersten Metern kurz Tempo auf, um dann mit möglichst genau 60 Stundenkilometern auf dem Tacho ab der Startlinie in den Sprint zu gehen. 402 Meter später fliegen sie dann mit vollem Tempo über die Ziellinie. „Gerade Hobbypiloten mögen diese materialschonende Startform“, erklärte Matthias Freitag. 

Die Veranstaltungsreihe von MF-RS 750 auf dem Flugplatz Meinerzhagen, die vor gut drei Wochen mit dem großen Tuningtreffen begann, wird über den Sommer fortgesetzt. Mitte Juni steht erneut ein Fahrzeugtreffen an. Im August ist wieder ein Beschleunigungsrennen vorgesehen und im September folgt zum Abschluss das „Season-End-Treffen“. „Die genauen Termine werden wir rechtzeitig veröffentlichen“, verspricht Matthias Freitag den PS-Fans.

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