Umgestaltung der Badestelle lässt noch auf sich warten

Die bereits vorhandene städtische Badestelle in Windebruch soll durch eine künstliche Anlandung erheblich vergrößert werden.

WINDEBRUCH -  Während derzeit in der Bevölkerung die Umgestaltung des Stadthallenumfelds für hitzige Diskussionen sorgt, ist eine anderes Regionaleprojekt ein wenig aus dem „öffentlichen Blickwinkel“ entrückt. Die Umgestaltung der Badestelle in Windebruch.

Von Jochen Helmecke

Im Projekt Naturerlebnisgebiet Biggesee-Listersee war ursprünglich eine Qualifizierung der Badestelle unterhalb der Ferienwohnhaussiedlung Heiligenberg durch die Verlegung der Landstraße, die Herrichtung einer großen Badewiese und die Anlage einer Uferpromenade mit Radweg vorgesehen. So die Planung der Verwaltung, niedergeschrieben im städtischen Bauprogramm 2012.

Die fehlende Bereitschaft bei den betroffenen Grundstückseigentümern die Planung umzusetzen, führte letztendlich zum Umdenken bei den Verantwortlichen. Gemeinsam mit dem Ruhrverband (er ist Eigentümer und Betreiber der Listertalsperre), fand man eine Ersatzlösung.

Die bereits vorhandene städtische Badestelle in Windebruch soll durch eine künstliche Anlandung erheblich vergrößert werden. Ebenfalls sind die Schaffung zusätzlicher Angebote für Badegäste (Umkleidemöglichkeiten, Wasserspielplatz für Kinder oder ähnliches) sowie die gestalterische Aufwertung der Badestelle – inklusive der vorhandenen WC-Anlage – jetzt vorgesehen. Von Anfang an war hierbei klar: Umgesetzt werden kann das Projekt nur, wenn im Rahmen der Regionale 2013 eine Förderung erfolgt. Diese liegt nun seit einigen Tagen auch formell bestätigt im Rathaus vor. Mit dem Bewilligungsbescheid wird der Volmestadt für das in ihrer Trägerschaft umzusetzende Projekt ein Zuschuss in Höhe von 80 Prozent gewährt. Kurzfristig kann nunmehr ein Planungsauftrag an ein Fachbüro vergeben werden. Dieses wird dann einen entsprechenden Entwurf zur Beratung in den Gremien erarbeiten.

Insgesamt rund 320 000 Euro soll die Maßnahme, bei der rund 40 000 Kubikmeter, etwa 2500 Lkw-Ladungen, Bodenmaterial für die Anlandung in die Listertalsperre eingebracht werden sollen, kosten. Läuft alles glatt, wird es im Präsentationsjahr der Regionale 2013, dem Jahr 2014, für die Badegäste in Windebruch ein attraktiveres Angebot als derzeit geben.

Auf dem Weg zur Bigge über die Landstraße 708 hat sich ab der Abfahrt zur Staumauer der Listertalsperre bereits jetzt schon einiges verbessert. Hier wurde auf einer Strecke von etwa 800 Metern neben der Sanierung der Fahrbahnoberfläche bis zur L 512 (Kreuzung Schnütgenhof), ein Geh- und Radweg hergestellt. Der von der Stadt Attendorn geplante Parkplatz (unterhalb des Restaurants Schnütgenhof) mit über 250 Parkplätzen für Badegäste, wird erst im kommenden Jahr fertig. „Wir verfüllen noch die ehemaligen Geländevertiefung. Dieses wird bis etwa Mitte September dauern. Für diese Badesaison steht der Parkplatz noch nicht zur Verfügung“, so der Attendorner Tiefbauamtsleiter Andreas Dicke auf Nachfrage der MZ.

Dicke ist sich allerdings sicher, dass die Umgestaltung der Fläche im ersten Halbjahr 2014 abgeschlossen sein wird. Dann soll auch die geplante Fußgängerampel installiert werden. Die Stadt Attendorn hat zudem eine Wiesenfläche von der Familie Schnütgen auf 20 Jahre gepachtet. Diese soll eingezäunt und als Liegewiese für Badegäste genutzt werden.

Wann es mit dem zweiten Bauabschnitt in Richtung Meinerzhagen auf der L 708 (von der Staumauer bis Listerbrücke) weitergeht, ist terminlich noch nicht festgelegt. Hier wird zur Zeit eine Planung erarbeitet. Wegen der schwierigen Geländesituation ist diese allerdings mit erheblichem Aufwand verbunden. „Wir gehen derzeit davon aus, dass eine Realisierung im Hinblick auf einen Geh- und Radweg, wohl nur durch eine Verdrückung der Straße in Richtung Hang, mit entsprechendem Grunderwerb, möglich ist“, so der Pressesprecher des Landesbetriebes Straßen NRW Michael Overmeyer auf Nachfrage der MZ. Dabei erwähnt er aber auch, „dass wahrscheinlich zunächst ein abschnittsweiser Bau erfolgen könnte, welcher eventuell schon 2014 beginnen würde“.

Im Hinblick auf die marode Fahrbahnoberfläche der L 708 in diesem Abschnitt, fast schon eine unabdingbare Maßnahme. Nicht zuletzt deshalb, da die Sanierungsarbeiten in den vergangenen Jahren bereits mehrfach verschoben wurden. Grund dafür war dabei nicht, wie sonst meistens üblich, die fehlenden Mittel, sondern der „Zusammenhang“ mit den Regionaleprojekten und deren Umsetzungen.

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