Axel Oehm ist neuer Valberter Schützenkönig

Der 49-jährige Axel Oehm ist neuer Valberter Schützenkönig.

VALBERT ▪ Schützenfest in Valbert. Auch der neue katholische Seelsorger des Ebbedorfes reihte sich ein. Ludwig Opahle holte sogar die Krone des Königsvogels von der Stange und verdiente sich einen Orden. Doch Schützenkönig wurde jemand, der sich das ganz fest vorgenommen hatte.

Valbert hat einen neuen Schützenkönig. Nach einem überaus spannenden Zweikampf im Schießstand war es um 17.38 Uhr Axel Oehm, der die nur noch kärglichen Reste des Holzadlers von der Halterung schoss. Der 49-jährige Polizeibeamte, Chef der örtlichen CDU und deren Ratsfraktionsvorsitzender, war überglücklich. Schon im Vorjahr hatte der Oberdorf-Schütze einen ernsthaften Anlauf auf das höchste Schützenamt im Ebbedorf unternommen. Doch 2009 war er nach ebenfalls äußerst spannendem Wettkampf Christian Budna unterlegen. Gestern nun konnte er diesen im Amt ablösen. Gemeinsam mit seiner Frau Lydia wurde Axel Oehm am Abend unter tosendem Beifall in der gut besetzten Ebbehalle inthronisiert.

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Schützenfest-Montag Königsvogelschießen und Festzug

„Ich will es unbedingt, und diesmal schaffe ich es auch!“ hatte sich der spätere Schützenkönig sozusagen wild entschlossen gezeigt. Doch ehe es soweit war, sollten seine Nerven wie auch die der zahlreichen Schaulustigen rund um die Vogelstange auf eine harte Geduldsprobe gestellt werden.

Den ersten Schuss auf den Königsvogel gab um 16.20 Uhr noch mit dem KK-Gewehr die scheidende Schützenkönigin Ewa Budna ab. Schuss zwei war dem Schützenkönig Christian Budna vorbehalten. Und der dritte Treffer krönte im wahrsten Sinne des Wortes eine noch ganz junge Schützenkarriere: Der neue katholische Pastor im Ebbedorf, Ludwig Opahle, hatte sich schon zuvor als ein Freund des dörflichen Brauchtums gezeigt und war an der Spitze des Schützenzuges trotz schweißtreibender Temperaturen mitmarschiert. Dass der ihm gewährte Ehrenschuss gleich die Krone als Insignie brachte, wofür er am Abend auch einen Schützenorden im Empfang nehmen konnte, freute ihn selbst riesig. Der Pastor legte sogar später, als nach dem Insignienschießen offiziell das Königsschießen ausgerufen war, noch einmal an. „Da habe ich aber ganz schön gezittert. Nicht auszumalen, wenn der Vogel gefallen wäre. Das hätte ja meine ganzen Dienstpläne über den Haufen geworfen“, kommentierte der volksnahe Seelsorger schmunzelnd. Weitere erfolgreiche Insignienschützen waren dann Thomas Müller (Zepter), Sascha Sommer (Apfel), Paul Ganz (linker Flügel) und Frank Kebeiks (rechter Flügel).

Um 16.59 Uhr begann das eigentliche Königsschießen. Und nachdem zunächst noch mehrere Schützen drauf hielten, lichtete sich schon nach wenigen Durchgängen mit Brennecke die Schar der Aspiranten deutlich. Aus einem Terzett, zu dem zunächst auch noch Schießoffizier Karsten Hornbruch gehörte, wurde ein Duo: Der Vorsitzende des Vereins, Dominik Busch, hatte sich per Augenkontakt schnell noch mit seiner Frau für den Fall der Fälle verständigt, während für Axel Oehm schon vorher alles klar war: Ehefrau Lydia drückte im Schießstand fest die Daumen, draußen fieberte auch der Vater, Valberts Ortsvorsteher Fred Oehm mit. Dass beide Anwärter viele Sympathien auf ihrer Seite hatten, konnte man den jeweils aufmunternden Anfeuerungs- und Jubelrufen des Publikums entnehmen. Dreimal musste das Gewehr getauscht werden, weil der Lauf von den vielen Schüssen heiß geworden war. Dann schließlich war es Axel Oehm, der diesmal das größere Quäntchen Glück und auch das Schießvermögen auf seiner Seite hatte.

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