Gespräche über Schürfelde-Zukunft

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Die Awo favorisiert die Nutzung des Hauptschulgebäudes an der Genkeler Straße

Meinerzhagen - Der heilpädagogische Kindergarten Schürfelde muss sich nach dem Willen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) neu aufstellen.

Wie berichtet, plant der Arbeiterwohlfahrt-Unterbezirk Hagen-Märkischer Kreis einen Abschied vom Standort in Schürfelde und stattdessen eine dezentrale Betreuung der behinderten Kinder. Ob eine der drei zu bildenden Gruppen aber weiterhin in Meinerzhagen stationiert sein wird, ist fraglich.

Während die Awo eine Nutzung des Hauptschulgebäudes an der Genkeler Straße favorisiert – wo seit vergangenem Jahr bereits eine Gruppe des Kindergartens „Rappelkiste“ untergebracht ist – äußerte sich Heinz-Gerd Maikranz, Fachbereichsleiter für Bildung, Sport und Kultur, auf Anfrage der MZ skeptischer.

„Das Gebäude der Städtischen Gemeinschaftshauptschule ist für die Zwecke der Unterbringung eines heilpädagogischen Kindergartens – ohne gravierende Umbaumaßnahmen – eher ungeeignet“, so Maikranz. Mit der Arbeiterwohlfahrt stehe die Stadt jedoch in Kontakt. Beratungen über alternative Standorte befänden sich jedoch erst am Anfang.

Zukunft des Standortes ist eine Frage des Geldes

Johannes Anft, Betriebsleiter für den Bereich Kinder, Jugendliche und Familie im Awo-Unterbezirk, bestätigte am Donnerstag noch ausstehende Gespräche mit der Stadtverwaltung und räumte zugleich ein, dass die Zukunft des Standortes Meinerzhagen letztlich eine Frage des Geldes sei.

„Wir wären Mieter und nicht Eigentümer der Immobilie, so dass wir uns an Umbaukosten nicht beteiligen könnten“, so Anft, der aber weiterhin hofft, an der Volme eine Niederlassung als „additiver Standort“ – also für förderbedürftige und „Regelkinder“ – gründen zu können. „Auch die Stadt muss gegenrechnen, ob es sich für sie lohnt, die Immobilie umzubauen. Wir als Awo suchen auf jeden Fall weiter nach Möglichkeiten, die Kindergartenplätze zu retten.“

Dass sich ein Standort langfristig lohnt, davon ist Johannes Anft überzeugt. „Derzeit befindet sich durch den Zuzug von Flüchtlingsfamilien vieles im Umbruch. Durch Flüchtlingskinder wird der Bedarf an Regelplätzen wachsen – was unseren Plänen zugute kommen würde.“

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