Awo-Ortsverein braucht mehr junge Mitglieder

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Nahezu einstimmig sprachen sich die Vereinsmitglieder für eine Satzungsänderung aus, die die Gemeinnützigkeit des Vereins auch künftig sichern soll. –

MEINERZHAGEN – „Wenn wir wie in der Vergangenheit ein leistungsstarker und innovativer Awo-Ortsverein bleiben wollen, müssen wir uns in den kommenden Jahren verstärkt auf die Werbung jüngerer Mitglieder konzentrieren,“ gab der erste Vorsitzende Rolf Puschkarsky bei der Jahreshauptversammlung die künftige „Marschroute“ vor.

Denn von den 501 Mitgliedern des Ortsvereins sind 264 bereits im Alter von 60 bis 100 Jahren. Puschkarsky weiter: „Das heißt, Angebote für die jetzigen Mitglieder bewahren und neue Wege suchen. Und das geht nur durch uns selbst, da sind wir alle gefragt.“ Um Worten Taten folgen zu lassen, erhielt jeder Gast einen Briefumschlag mit Unterlagen über die Awo samt Aufnahmeformular. Unter den erfolgreichen Werbern wird eine einwöchige Reise für zwei Personen nach Borkum ausgelost werden.

Als Gäste konnte der erste Vorsitzende Bürgermeister Erhard Pierlings und den Vorsitzenden des Awo Unterbezirks Hagen-Märkischer Kreis, Erich Mürmann, begrüßen.

Pierlings überreichte das obligatorische „Flachgeschenk“ der Stadt und strich das jahrzehntelange gute Verhältnis zwischen den Bürgermeistern und dem Awo-Ortsverein heraus. Er ging auch auf die finanzielle Situation der Kommunen ein, die angesichts explosionsartiger Kostensteigerungen für Sozialaufgaben vielerorts bereits äußerst desolat sei. „Wir werden mit zwei blauen Augen davonkommen und versuchen, die Angebote für die Bürger aufrechtzuerhalten und gleichzeitig in Gewerbe und Wirtschaft investieren,“ sagte Pierlings. „Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos.“ Der Bürgermeister wandte sich entschieden dagegen, allein in der ehrenamtlichen Tätigkeit den Schlüssel zur Behebung der finanziellen Schwierigkeiten zu sehen. Bund und Land dürften sich aus der Verantwortung nicht zurückziehen.

Pierlings lobte ebenso wie Erich Mürmann, das aktive Engagement der Meinerzhagener Awo-Mitarbeiter. Mürmann: „Meinerzhagen ist eine Vorzeigestadt. Hier wird Hervorragendes geleistet.“ 732 Menschen arbeiteten im Unterbezirk Hagen-Märkischer Kreis in 60 Einrichtungen mit. Auf sie komme durch das Qualitätsmanagement künftig eine weitere Zusatzaufgabe zu.

Mürmann stellte auch die Satzungsänderung vor, die die Gemeinnützigkeit des Verbandes auch weiterhin sichern soll und die Möglichkeit einer pauschalen Aufwandsentschädigung für Mitarbeiter (nicht für Vorstandsarbeit) bis zu 500 Euro festschreibt. Die Änderung wurde von der Versammlung beschlossen.

In seinem Jahresbericht konnte Rolf Puschkarsky wieder einmal erfreulich hohe Teilnehmerzahlen bei den verschiedenen Awo-Veranstaltungen vorlegen: 7 Veranstaltungen des Dauerbrenners „Aktion R wie Erbsensuppe“ nahmen 650 Gäste wahr. Zum Grünkohlessen kamen im Februar 40 Personen. Beim Freitagsfrühstück waren im Schnitt 62 (insgesamt 3086) Teilnehmer dabei. 177 beteiligten sich an der Montagsgymnastik, 1870 kamen zum Dienstagstreff, 703 zum Donnerstagstreff. 371 Personen kamen zum Schwimmen.

Am traditionellen Zeltlager zum Auftakt der Ferienspiele nahmen 50 Kinder und 16 Betreuer teil. 99 Personen beteiligten sich an zwei Awo-Fahrten, 48 nahmen an der Jahresfahrt zum Bodensee teil.

Der erste Vorsitzende dankte allen Mitarbeitern, die im vergangenen Jahr dazu beigetragen hatten, „dass alles rund gelaufen ist.“

Auf 25 Jahre Vereinszugehörigkeit können in diesem Jahr Ewald Hengstenberg und Birgit Währisch zurückblicken. Da beide an der Versammlung am Samstag nicht teilnehmen konnten, wird ihre Ehrung zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. – luka

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