Awo-Kita Im Brannten: Handwerker könnten loslegen

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Meinerzhagen - Die Handwerker könnten ihre Arbeit in und an der Awo-Kindertagesstätte Im Brannten wieder aufnehmen. Investorin Katharina Böcher hat die Leitung des Projekts inzwischen an Jens Altenberger übertragen. Bisher tätige Firmen sollen demnach ihre Arbeit noch vor Klärung der „Schuldfrage“ bei den Verzögerungen und Mängeln wieder aufnehmen

„Wir sind einen wichtigen Schritt vorangekommen. Die Fehler und Mängel bei der bisherigen Ausführung des Baus der Kita sind erfasst“. Diese Aussage von Investorin Katharina Böcher gegenüber unserer Zeitung koppelt sie mit ergänzenden Informationen. So hat der demnach von ihr eingesetzte Gutachter Jens Altenberger auch schon gemeinsam mit ihr Kontakt mit den bisher im und am Gebäude tätigen Firmen aufgenommen. Klare Zielsetzung hierbei: Man möchte die vorhandene Sach- und Ortskenntnis bei der weiteren Fertigstellung nutzen. 

Dass dieses gelingen könnte, dafür gibt es nach Ansicht von Böcher positive Hinweise. Gerade auch die Einsetzung von Jens Altenberger als zukünftiger Projektleiter, habe aus ihrer Sicht dazu beigetragen. In den nächsten Wochen, aber spätestens bis Ende August, soll der weitere Bauzeitenplan ausgearbeitet und bei Zustimmung der beteiligten Handwerker auch umgesetzt werden. „Zwar können wir die Klärung der Verantwortung für das Dilemma nicht gänzlich beiseiteschieben. Wir wollen aber parallel dazu unser eigentliches Ziel verfolgen, die Kita an die Awo sobald als möglich übergeben zu können. 

Da sich zwischenzeitlich aufgekommene Befürchtungen, dass wesentliche Teile des Baukörpers nicht mehr verwendet werden könnten, bisher nicht bestätigt haben, scheint eine Fertigstellung bis zum Jahresende nicht ausgeschlossen. Hierfür müsste aber in den nächsten Monaten alles weitestgehend reibungslos ablaufen. Eine entsprechende aussagekräftige Bewertung, sollte der in Arbeit befindliche Bauzeitenplan liefern. 

Auf dessen belastbare Erkenntnisse wartet auch der stellvertretende Geschäftsführer des Awo-Unterbezirkes Hagen/Märkischer Kreis, Johannes Anft. „Natürlich sind wir sehr froh, dass uns die Stadt Hagen mit der Übergangslösung im Haus Lyck geholfen hat. Ohne diese Unterstützung und das große Engagement unserer Mitarbeiter wäre der jetzige Kita-Betrieb dort nicht möglich“, so Johannes Anft auf Anfrage unserer Zeitung.

Auch wenn er hierbei verständlicherweise noch keinen Starttermin für den Betrieb im neuen Gebäude in unmittelbarer Nachbarschaft benennen konnte, gab es doch einen marginalen Zeitpunkt, auf den er hinwies. „Unser jetziger Vertrag mit der Stadt Hagen für Haus Lyck läuft zum Ende des Jahres aus“. Inwieweit dann noch eventuell notwendige Verlängerungen möglich wären, war bisher nicht Thema von Gesprächen. Sicherlich werden diese vorsorglich in nächster Zeit anstehen. Wobei auch hierfür der Zeitplan der neuen Projektleitung für die notwendigen „Eckdaten“ sorgen wird. Dass gemeinsame Ziel zur Umsetzung des Projektes steht aber weder für die Investorin, noch für die zukünftige Betreiberin der Einrichtung infrage. „Wir wollen das Ganze zu einem guten Ende bringen“, hieß es unisono von beiden.

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