Awo-Kita: Bezug zum 1. Oktober nicht realisierbar

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Teils massiv (links im Bild) und aus vorgefertigten Holzfaserplatten: So entsteht die neue Kita der Awo Im Brannten. Zurzeit weist sie allerdings noch einen Rohbauzustand aus. Der Eröffnungstermin 1. Oktober ist definitiv vom Tisch.

Meinerzhagen -   Dass die neue Awo-Kindertagesstätte der Arbeiterwohlfahrt, die momentan Im Brannten entsteht, planmäßig zum 1. Oktober bezogen werden kann, rückt offenbar in weite Ferne. Zwar macht der Kita-Bau deutliche Fortschritte, der angedachte Bezugstermin ist aber wohl nicht realisierbar.

Das Jahr 2017 war gerade sechs Tage alt, da informierte die Stadt Meinerzhagen in einer entsprechenden Mitteilung über ein erfreuliches Bauprojekt. Gemeinsam mit der privaten Investorin Katharina Böcher und dem Awo-Unterbezirk Hagen-Märkischer Kreis, hatte man sich auf die Errichtung einer Kindertagesstätte Im Brannten geeinigt (die MZ berichtete seinerzeit). Anfang März dieses Jahres bekräftigte eine Vertreterin der Awo auf einer Informationsveranstaltung für Eltern in Meinerzhagen die Absicht, die Einrichtung zum 1. Oktober zu eröffnen. Gleichzeitig hatte sie für die Interessenten weitere Details über die neue Kita – welche auch ein teilweiser Ersatz der noch existierenden Einrichtung in Schürfelde sein soll – parat. Neben der Vorstellung der neuen Leiterin Sabrina König zählten dazu die Informationen über die Ausstattung. Insgesamt soll es zukünftig 16 heilpädagogische Plätze in den fünf gemischten Gruppen geben. Diese umfassen jeweils 14 Kinder und drei Mitarbeiter. Jeder Gruppe stehen drei Räume, inklusive Wickelbereich, Schlafraum und kleiner Teeküche zur Verfügung. Das Mittagessen soll künftig vom Catering-Service „apetito“ geliefert werden.

Auch beim offiziellen Spatenstich Anfang April gingen die Verantwortlichen noch vom 1. Oktober als „Zielpunkt“ aus. Wer sich allerdings aktuell auf der Baustelle umsieht, kann ob dieser Terminierung ins Grübeln kommen. Denn sowohl der zum Teil in Massivbauweise erstellte Mitteltrakt, als auch die beiden Seitentrakte aus vorgefertigten Holzfaserplatten, befinden sich gerade mal im Rohbauzustand. Ein Dach, das für den weiteren Innenausbau notwendig ist, fehlt gänzlich.

Selbst mit massivstem Personaleinsatz wäre es sehr unwahrscheinlich, dass in den verbleibenden sechs Wochen das Pensum der ausstehenden Arbeiten am und im Gebäude erfüllt werden kann. Nimmt man die Herrichtung des Außenbereichs dazu, verstärkt sich der Eindruck noch zusätzlich. Nach Informationen der Meinerzhagener Zeitung durch den stellvertretenden Awo-Unterbezirksgeschäftsführer Johannes Anft war der Zeitplan auch Gesprächsthema der Projektbeteiligten auf der Baustelle Ende vergangener Woche. Dabei bestätigte sich der Verzug der ursprünglich vorgesehenen Fertigstellung. Hauptgrund hierfür soll dem Vernehmen nach das regnerische Wetter sowohl im Frühjahr als auch am Anfang des Sommers sein. Dadurch kamen die Tiefbauarbeiten in Verzug, was sich im Nachgang auf den Hochbau auswirkte. Derzeit wird ein realistischer Bauzeitplan für die noch ausstehenden Arbeiten vom Architekten erstellt und mit der Investorin abgestimmt. Der 1. Oktober ist aber definitiv vom Tisch.

„Wir haben die betroffenen Eltern, die ihre Kinder für die Einrichtung angemeldet hatten, im Laufe des Dienstags persönlich informiert. Wir lassen niemanden im Regen stehen und werden sicherlich Ersatzlösungen finden“, so Johannes Anft.

Insgesamt gibt es rund 50 Neuanmeldungen für die Kita Im Brannten. Die weiteren Plätze sind für einen Teil der Kinder vorgesehen, die zurzeit noch in Schürfelde untergebracht sind.

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