Ursula Poznanski liest im EGM

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Der Thriller „Erebos“ war Unterrichtsthema für die Schüler des achten Jahrgangs. Das Buch ließen diese sich gestern daher natürlich auch von Autorin Ursula Poznanski signieren.

Meinerzhagen - Die Fiktion eines Computerspiels und die reale Welt verschwimmen irritierend in „Erebos“. Eine Datenbrille, die eine erweiterte Realität ermöglicht und ein visuelles Bild erscheinen lässt, spielt eine Rolle in „Layers“. Die Gemeinsamkeiten beider Thriller: Manipulation. Dass Ursula Poznanski dieses Thema offensichtlich sehr interessiert, erkannten am Donnerstag sowohl ihre Zuhörer als auch die Autorin selbst.

Dass die Achtklässler des Evangelischen Gymnasiums wahre „Erebos“-Experten sind, konnte Ursula Poznanski ihnen bei ihrem Besuch in Meinerzhagen ebenfalls attestieren: „Ihr kennt das Buch inzwischen besser als ich.“ – Kein Wunder, immerhin war der Thriller, Bestseller und ausgezeichnet mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis, passend zur Lesung, zu der die Buchhandlung Schmitz anlässlich des 50-jährigen Jubiläums in die Aula der Schule Auf dem Bamberg eingeladen hatte, Unterrichtslektüre.

Am Donnerstagvormittag ging es jedoch zunächst um Ursula Poznanskis neuestes Buch: „Layers. Die Wahrheit ist vielschichtig.“ und damit um Dorian, der von zu Hause abgehauen ist, sich auf der Straße durchschlägt und hier eines Tages neben einem toten Obdachlosen aufwacht. Ein Fremder bietet ihm Hilfe an. Doch umsonst ist nichts im Leben, das erfährt Dorian schnell. Als Gegenleistung muss er geheimnisvolle Werbegeschenke verteilen, und als er ein solches Päckchen nach einem unerwarteten Zwischenfall behält, wird er von diesem Zeitpunkt an gnadenlos gejagt.

Nach 45 Minuten Spannung ging es für viele Schüler „schonungslos“ weiter, zum Beispiel mit der Offenbarung Ursula Poznanskis, dass der Verkauf von mehr als 350 000 Büchern für einen Autor nicht gleich eine Einnahme in Millionenhöhe bedeutet – die Antwort auf eine von vielen Fragen, die die Schüler ihrem prominenten Gast stellten und den zweiten Teil der Veranstaltung zum munteren Austausch werden ließen.

Vielleicht ein Trost für den ein oder anderen: „Meine schlechteste Abinote hatte ich in Deutsch“, bekannte die Autorin, die gleichfalls aber auch erklärte, bereits als Jugendliche viele „kurze Geschichten und schlechte Gedichte“ geschrieben zu haben und auch Tipps für Jung-Autoren parat hatte: „Viele verschiedene Sachen lesen, Stile ruhig kopieren und mit der Sprache experimentieren.“ Die Autorin selbst hat ihre Linie lange gefunden. Kinderbüchern folgten Jugendbücher. „Rosarote Liebesgeschichten würden mir keinen Spaß machen. Weltwechselgeschichten, ohne dass sie Fantasy sind, finde ich spannend“, bekannte Ursula Poznanski und gab daher eigentlich auch kein Geheimnis preis, als sie ihren jungen Zuhörern verriet, dass ihr nächstes Buch „so ähnlich“ sein wird.

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