Winter meldet sich mit starken Schneefällen zurück

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So sah es gestern im Bereich Meinerzhagen auf der Autobahn Sauerlandlinie aus. Die winterlichen Straßenbedingungen sorgten zwar für längere Staus. Witterungsbedingte Unfälle blieben aber erfreulicherweise aus. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Der Winter meldete sich in der Nacht zum Dienstag auch in der hiesigen Region mit Macht zurück, nachdem man noch eine Woche zuvor bei frühlingshaftem Wetter die ersten warmen Sonnentage seit langem hatte genießen können.

Schnee und Eisglätte behinderten den Verkehr im gesamten Märkischen Kreis. Es gab mehr als einhundert Unfälle, die jedoch meist glimpflich mit Blechschäden abgingen. Im Stadtgebiet von Meinerzhagen hatten sich die Autofahrer besonders gut auf die wieder winterlichen Straßenbedingungen eingestellt. Wie die Polizei meldet, gab es lediglich einen Unfall im Bereich der Autobahnauffahrt Meinerzhagen, wo am Morgen ein Lkw ins Rutschen geriet. Auch hier blieb es bei nur geringem Sachschaden.

Problematischer war die Situation im benachbarten Oberbergischen Kreis, wo es schon am Montagabend zu einer Häufung von Unfällen kam. Auf der Autobahn Sauerlandlinie dagegen blieb die Lage entspannt. Es kam zwar zu längeren Staus. Unfälle ereigneten sich hier aber nicht.

Die Schneefront hatte sich von Norden kommend erst am späten Montag Nachmittag auch bis zum Stadtgebiet von Meinerzhagen vorgearbeitet. Dabei blieb es zunächst bei nur leichten Schneefällen. Gleichwohl rückte der städtische Räum- und Streudienst noch am Abend aus und sorgte für weiter gut befahrbare Straßen.

„Seit Dienstag gegen 4 Uhr in der Frühe waren dann aber alle verfügbaren Einsatzkräfte und Fahrzeuge im nahezu pausenlosen Einsatz“, berichtet der technische Betriebsleiter des Meinerzhagener Baubetriebshofs, Michael Adolph. Neben den rund zwanzig städtischen Mitarbeitern und den hier verfügbaren elf Fahrzeugen rückten auch sechs Fremdunternehmer aus, die für den Winterdienst bestimmte Straßenabschnitte im Außenbereich zuständig sind. Nennenswerte Probleme gab es laut Adolph nicht. Trotz der fortgeschrittenen Winterperiode konnte auch noch auf ein gut gefülltes Streusalzlager zurückgegriffen werden.

Bis zum gestrigen Nachmittag fielen in Meinerzhagen etwa zehn Zentimeter Schnee. Dabei sank das Thermometer bis in den zweistelligen Minusbereich. Erst in der kommenden Woche soll es wieder wärmer werden.

Schnee im März, das ist nichts Ungewöhnliches. Darauf weist der Deutsche Wetterdienst hin. Diplom-Meteorologe Thomas Ruppert stellte dazu gestern folgendes fest: „Märzwinter ist ein in unseren Gefilden häufig auftretender Spätwintereinbruch, der zwischen Ende Februar und Anfang April, meist aber Mitte März beobachtet wird und zu den sogenannten meteorologischen Singularitäten oder auch Witterungsregelfällen zählt. Er wird als besonders prägnant empfunden, wenn der vorangegangene Winter mild verlief und trennt den „Vorfrühling“ vom „Hochfrühling“. Den Vorfrühling durften wir in Form von sonnigem und mildem Hochdruckwetter am ersten Märzwochenende sowie zum Teil in der vergangenen Woche genießen, der Hochfrühling kommt hoffentlich noch.“

Diesem frommen Wunsch kann man sich nur anschließen! ▪ -fe

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