Autobahnlärm stört die Anwohner

In Teilen der Korbecke ist die Autobahn ständig präsent – als Lärmbelästigung.

MEINERZHAGEN ▪ Der ständige Lärm nervt: Im Bereich Meinerzhagen hat die Autobahn 45 stellenweise einen neuen Belag bekommen. Seitdem ist die Geräuschentwicklung deutlich gestiegen – was jeder Autofahrer beim Befahren des betreffenden Bereiches feststellen wird.

Auch Anwohner klagen seitdem über Lärmbelästigung, besonders im Bereich Korbecke Unterm Hestenberg/Mozartstraße.

Dieses Thema war auch Gegenstand der Beratungen in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Planung, Stadtentwicklung und Verkehr, bei der es unter den Punkt „Anfragen“ von Volkmar Rüsche (CDU) angesprochen wurde. Zuvor hatte bereits Helmut Benninghaus (UWG) eine entsprechende Anfrage im Rat gestellt.

Friedrich Rothaar aus dem Bauamt der Stadt nahm zu der Problematik Stellung: „Berechnungen des zuständigen Landesbetriebes Straßen in Hamm haben inzwischen ergeben, dass hin und wieder nachts eine leichte Überschreitung der Grenzwerte vorkommt. Sonst ist dort laut Landesbetrieb alles in Ordnung.“ Allerdings, so Rothaar, sei ein Antrag auf Lärmsanierung beim Landesbetrieb auch durch Bürger möglich. Die Stadt, so Rothaar, gebe hier bei Bedarf auch Hilfestellung. Hilfreich, so Baudezernent Schriever, seien auch durch die betroffenen Bürger selbst durchgeführte Messungen.

In ein bis zwei Jahren, so die Verwaltung weiter, soll die Lärmbelastung allerdings wieder sinken. Dann habe sich der raue Belag so weit abgefahren, dass es leiser werde. Allerdings gehe das auch mit einer Abnahme der Griffigkeit des Belages einher, hieß es.

Inzwischen hat sich in Sachen „Lärmschutz-Grenzwerte“ allerdings einiges getan: „Galten in Wohngebieten früher 70 Dezibel bei Tag und 60 bei Nacht, sind es seit diesem Jahr 67 beziehungsweise 57 Dezibel“, erläuterte Dieter Reppenhorst, Abteilungsleiter Bau beim zuständigen Landesbetrieb in Hamm, heute auf MZ-Anfrage. Bislang, so Reppenhorst weiter, gebe es aus Meinerzhagen noch keine Anfrage nach neuerlichen Berechnungen des Lärmaufkommens – ob die strengeren Grenzwerte also eingehalten werden, ist für den Bereich Meinerzhagen noch nicht bekannt.

Der Landesbetrieb, darüber informierte Reppenhorst heute ebenfalls, stelle auch keine Messungen vor Ort an. Das Lärmaufkommen werde statistisch, anhand von bestimmten Faktoren, errechnet. Dazu zählen beispielsweise das durchschnittliche Fahrzeugaufkommen und der Lastwagen-Anteil.

Selbst wenn die Grenzwerte inzwischen nicht mehr eingehalten würden, ist eine rasch durchgeführte „aktive Lärmsanierung“, beispielsweise durch Schallschutzwände, aber keinesfalls sicher. Zwar haben Bürger darauf einen gesetzlichen Anspruch, die letzte Entscheidung wird allerdings im Bundesverkehrsministerium gefällt. Hier, so Reppenhorst, gehe es dann aber streng nach Dringlichkeit und vorhandenen Mitteln. ▪ beil

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