Doppel-Leuchten für den neuen Volmemarktplatz

An diesem Beispiel wurde dargestellt, wie die neuen Leuchten den Platz bei Dunkelheit in Szene setzen könnten. - Grafik: Büro Hell-Wieder und Licht/Raum/Stadt Planung

Meinerzhagen - Der neue Volmemarktplatz soll eine „Visitenkarte“ der Stadt werden. Und das bei Tag und Nacht. Dazu ist es nötig, die große Freifläche an der Stadthalle künftig nach Sonnenuntergang wirkungs- und stimmungsvoll zu beleuchten.

Wie das geschehen soll, legten die Mitglieder des Bau- und Vergabeausschusses in ihrer Sitzung am Dienstag fest.

Bei einer Enthaltung von Ingolf Becker (Bündnis 90/Die Grünen) votierte das Gremium dafür, dass 16 Leuchten aufgestellt werden sollen, die einen graden und einen abgeknickten Mast haben. An ihnen werden LED-Strahler befestigt. Wie viele, das können Politik und Verwaltung entscheiden. Im Vorschlag des Büros Licht/Raum/Stadt Planung aus Wuppertal ist vorgesehen, jeweils einen Leuchtkörper an dem senkrecht aufragenden und drei an dem abgeknickten Stahlmast anzubringen. Sie alle können individuell ausgerichtet werden. Nicht durchsetzen konnten sich im Ausschuss zwei andere Varianten: ein einfacher, senkrechter Mast und eine Lichtstele.

Mit dem „Doppel-Ensemble“ entschied sich der Ausschuss für die teuerste Beleuchtungs-Lösung. Eine Vorkalkulation des Wuppertaler Planungsbüros ergab Gesamtkosten – inklusive zusätzlicher Baumbeleuchtung und „Infrastruktur“ – in Höhe von 112 717 Euro. Das hängt auch damit zusammen, dass der doppelte Mast zwei Betonfundamente nötig macht. Die Installation von Stele (100 424 Euro) oder einfachem Mast (100 043 Euro) wären allerdings nicht viel billiger gewesen.

Lichtsteuerung durch spezielle Software

Investiert wird aber noch mehr in die Volmemarkt-Beleuchtung: So segnete der Ausschuss auch die Anschaffung eines Lichtmanagement-Systems ab. Stadt- und Lichtplaner Uwe Knappschneider vom Planungsbüro erläuterte im Ausschuss, dass das eine sinnvolle Ausgabe sei: „Mit der einmal angeschafften Computer-Software, die je nach Ausführung zwischen 10- und 20 000 Euro kostet, lässt sich theoretisch die gesamte Beleuchtung im Stadtgebiet steuern – etwa dimmen oder ganz an- und ausschalten.“ Voraussetzung dafür sei allerdings, dass die Leuchtkörper mit einer entsprechenden Technik ausgerüstet seien, um sie gezielt ansteuern zu können. Das könne bei neu anzuschaffenden Leuchten dann ja gleich mit berücksichtigt werden. Angewendet werden könnte das zum Beispiel bei der Neugestaltung und der damit verbundenen Ausleuchtung des Volksparkes.

16 Laternen plus „Unterbeleuchtungen“

Licht ist ein Gestaltungsmittel. Deshalb ist es am neuen Volmemarktplatz von großer Bedeutung. Und so soll sich die Illumination nicht nur auf die 16 Laternen beschränken. Es ist ebenfalls geplant, zehn Bäume anzustrahlen. Dafür sollen sogenannte „Unterbeleuchtungen“ für die Baumkronen eingebaut werden. Noch nicht umgesetzt wird allerdings die Idee, auch Architektur durch Licht in Szene zu setzen. „Damit sollten wir warten, bis die dafür infrage kommende Stadthalle nach der Sanierung ihr endgültiges Aussehen bekommen hat“, war die Mehrheitsmeinung im Ausschuss.

Durch den Beschluss des Bau- und Vergabeausschusses können die Fundamente für die Leuchten und die Verkabelung nun bereits in Angriff genommen werden. Außerdem wird die Verwaltung die Herstellung der Leuchten jetzt ausschreiben. Die endgültigen Kosten stehen erst dann fest, wenn Angebote eingehen. Bei den am Dienstag genannten Zahlen handelt es sich schließlich „nur“ um eine Vorkalkulation – das damit die Richtung allerdings klar vorgibt.

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