Förderschule soll 2016 in neuem Verbund aufgehen

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Günther Barth, Leiter der Schule Volmetal, warb für die Eingliederung der Förderschule erst zum Jahr 2016/17.

Meinerzhagen - Die Förderschule der Städte Meinerzhagen und Kierspe soll zum Schuljahr 2016/17 auslaufen: Diesen Wunsch äußerte gestern der Schulausschuss einstimmig bei einer Enthaltung.

Das letzte Wort dazu hat zwar erst am 1. Dezember der Rat beziehungsweise die Schulverbandsversammlung der Verbundschule Volmetal. Doch die Vertreter Meinerzhagens in diesem Verband sollen angewiesen werden, entsprechend abzustimmen - ein kleiner Erfolg für Günther Barth.

Der Leiter der Schule Volmetal warb gestern nämlich nochmals eindringlich dafür, die Einrichtung nicht bereits zum kommenden Schuljahr 2015/16 in den vom Märkischen Kreis angestrebten Schulverbund einzugliedern (die MZ berichtete). Barth will, so erklärte er gestern, die gewonnene Zeit nicht zum Vorteil Einzelner zu nutzen, sondern dazu, „Dinge auf den Weg zu bringen“. Grundsätzlich - und entsprechend äußerten sich auch Ausschussvorsitzender Udo Kritschker (CDU) und FDP-Ratsfrau Annika Krause - begrüßte Günther Barth die Entscheidung, den Eltern weiterhin wohnortnah eine Förderschule bieten zu können. Der Beschluss, die Schule Volmetal erst 2016 in ihrer jetzigen Form aufzulösen, bezeichnete er als „annehmbare Lösung“.

Neue Gebührenordnung für Offenen Ganztag

Heftiger diskutiert wurde gestern indes die Satzung zu den Elternbeiträgen für die Offenen Ganztagsschulen (OGS). Wenngleich der Erste Beigeordnete Frank Maatz wiederholt den sozialverträglichen Ansatz betonte, an den kreisweit keine Kommune herankomme, kritisierte Astrid Kahlke (Grüne) die Gebührenstaffelung, die insbesondere zwischen der ersten und zweiten Stufe eine zu große Differenz aufweise. Mussten Eltern bislang einheitlich 50 Euro pro Monat (ohne Essen) für ihr Kind zahlen, so soll ab Februar 2015 eine Beitragstabelle nach Einkommen greifen: Eltern mit Einkommen bis 25 000 Euro im Jahr müssen monatlich 30 Euro zahlen, ein Einkommen zwischen 25 000 und 50 000 Euro bedeutet einen OGS-Beitrag von 60 Euro pro Monat und Eltern mit mehr als 50 000 Euro Einkommen im Jahr müssen monatlich 90 Euro zahlen. Es gilt weiterhin eine Ermäßigung für Geschwisterkinder um 50 Prozent. Bei zwei Enthaltungen stimmte der Ausschuss der neuen Satzung zu. - zach

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